In uraltem Gestein

3,5 Milliarden Jahre alte Spuren von Leben entdeckt

In Indien fanden Forscher uralte Spuren von Mikroben. Das Gestein ist fast so alt wie die frühesten Hinweise auf Leben.
Newsdesk Heute
17.08.2026, 21:35
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

In Indien ist ein Fund gelungen, der tief in die Frühzeit der Erde führt. Forschende untersuchten uralte Ablagerungen im Singhbhum-Kraton im Osten des Landes. Dort gibt es Chert-Gestein, auch Hornstein genannt, das besonders spannend für die Suche nach frühen Lebensspuren ist.

Wie "der Standard" berichtet, nahm ein Forschungsteam um Trisrota Chaudhuri vom Geological Survey of India und T. Mark Harrison von der University of California in Los Angeles sogenannte Bhitardar-Chert-Ablagerungen genauer unter die Lupe. Diese bestehen aus weniger als einen Millimeter dünnen Schichten aus quarzreichen Sedimenten und organischem Material.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Der entscheidende Hinweis auf das Alter kam aus winzigen Zirkonkristallen. Dieses Mineral enthält oft Uran, aber bei seiner Entstehung kein Blei. Wird später Blei nachgewiesen, kann es durch den Zerfall von Uran entstanden sein. Genau das erlaubt Datierungen über Milliarden Jahre hinweg.

Das Ergebnis: Die Zirkone entstanden vor 3,497 Milliarden Jahren. Damit gehören die Ablagerungen zu den ältesten bekannten Spuren von organischem Material, das von Lebewesen stammen könnte. Zum Vergleich: Das Leben auf der Erde gilt als etwas mehr als 3,7 Milliarden Jahre alt.

Wichtig ist dabei: Nicht jede organische Verbindung muss automatisch von Leben stammen. Deshalb nutzte das Team weitere Methoden, darunter hochauflösende Raman-Spektroskopie. Damit lassen sich Zusammensetzung und spätere Veränderungen des Materials genauer untersuchen.

Seltenes Archiv des Paläoarchaikums

Im Chert-Gestein aus Indien fanden die Forschenden laut Studie Belege für einen biologischen Ursprung. Das Material könnte demnach von frühen Mikroben stammen, die in einem vulkanisch aktiven Meeresökosystem lebten. Solche Umgebungen waren reich an Eisen und Silikaten – und könnten für frühe Lebensformen wertvolle Lebensräume gewesen sein.

Die Studie beschreibt das Bhitardar-Chert als seltenes Archiv des Paläoarchaikums. In ihm könnten Hinweise auf frühes Leben erhalten geblieben sein, das einst in einer hydrothermal geprägten Meereswelt existierte.

Das Forschungsteam fasst den Fund deutlich zusammen: "Insgesamt liefern unsere Beobachtungen überzeugende Belege von frühem Leben in vulkanischem, eisen- und silikatreichen Meeresökosystemen, die wertvolle Lebensräume für einige der frühesten mikrobiellen Lebensräume der Erde darstellten."

{title && {title} } red, {title && {title} } 17.08.2026, 21:35