Mit Ende des Jahres zieht die Landesgesundheitsagentur (LGA) einen Schlussstrich unter die Zusammenarbeit mit der MEKIV im Melker Krankenhaus. Der Arbeitskräfteüberlassungsvertrag mit der Tochterfirma der Stadtgemeinde Melk wird beendet – mit spürbaren Folgen für die Belegschaft.
Rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlieren dadurch ihre Jobs, berichten die "NÖN". Gleichzeitig soll ein neuer Dienstleister die Reinigungs- und Servicedienstleistungen übernehmen – möglichst unter Einbindung des bestehenden Personals.
Auslöser für die Entscheidung ist eine Vorgabe, die bis ins Jahr 2019 zurückreicht. Damals wurde auf Empfehlung des NÖ Landesrechnungshofes eine landesweite Rahmenvereinbarung für Reinigungs- und Servicedienstleistungen ausgeschrieben. Ziel war eine einheitliche Organisation dieser Leistungen in allen Landes- und Universitätskliniken.
Ein Bericht des Landesrechnungshofes aus dem Jahr 2024 machte deutlich, dass auch der Standort Melk auf dieses System umgestellt werden muss. Die MEKIV kann die dafür festgelegten Kriterien jedoch nicht erfüllen – unter anderem, weil das Unternehmen ausschließlich in Melk tätig ist und somit nicht an der Ausschreibung teilnehmen kann.
Dabei verlief die Zusammenarbeit bisher reibungslos. "Die Zusammenarbeit war über all die Jahre von hoher Verlässlichkeit geprägt, und die LGA war mit den erbrachten Leistungen durch die MEKIV stets sehr zufrieden", heißt es seitens der Landesgesundheitsagentur gegenüber der Wochenzeitung.
Trotzdem wurde bei einer Betriebsversammlung eine einvernehmliche Auflösung der Dienstverträge beschlossen. Diese tritt mit Ende 2026 in Kraft und soll einen geordneten Übergang zum neuen Anbieter ab Jänner 2027 ermöglichen.
Für die betroffenen Beschäftigten gibt es jedoch eine Perspektive: Der künftige Dienstleister soll – soweit möglich – die bisherigen Mitarbeiter übernehmen. Die LGA betont, dass man bestrebt sei, das erfahrene Personal weiterhin im Landesklinikum einzusetzen.