Bienen, Honig, Imkerei: Robert Kasser (49) hat sich mit seiner Imkerei "K(r)asser Bio Honig" in Kilb (Bezirk Melk, NÖ) einen Traum erfüllt – einen, den sein Sohn zu Beginn hatte. Am besten gefalle Kasser "die Ruhe, was man haben muss, damit man mit den Tieren arbeiten kann." Man könne abschalten.
"Mein Sohn wollte Imker werden", erzählt Kasser, warum er den Betrieb 2016 gegründet hatte. Das Interesse seines Sohnes sei der Anstoß gewesen. Er habe in diesem Jahr "hobbymäßig gestartet". Damals war er noch nicht hauptberuflich als Imker tätig.
Seit 2016 sei es dann immer mehr geworden. "Vor zwei Jahren habe ich mich dann selbstständig gemacht mit der Imkerei", erzählt der Imker im "Heute"-Gespräch.
"Das war eine Herzensangelegenheit", so der 49-Jährige, warum er zum Hauptberuf als Imker umgestiegen ist. Sein Wunsch sei schon immer ein Beruf mit Tieren und in der Natur gewesen. Sein Interesse war sehr präsent, er wollte es probieren. Davor war er 32 Jahre lang als Elektrotechniker tätig.
"Ich habe so um die 130 Bienenstöcke", so Kasser. Bei den Berufsimkern sei er der Kleinste, laut seinen Angaben. Er habe aber eine spezielle Imkerei, er brauche also nicht mehr Stöcke.
Aber was macht seine Imkerei speziell? Das Demeter-Zertifizierung.
Im Jahr 2025 erhielt Kassers Imkerei das Demeter-Zertifizierung. "Demeter als Qualitätslabel für die biodynamische Landwirtschaft steht für hochwertige und ganzheitliche Lebensmittel, für Artenschutz, Bodenverbesserung, sozialen Zusammenhalt und wesensgemäße Tierhaltung", so laut Demeter-Website.
Mit dem Demeter-Zertifizierung hat er die gewisse Sichtbarkeit für die Menschen erhalten. Für ihn sei es eine Drehscheibe, "damit die Leute mich sehen."
Kasser klärt, worauf bei der Imkerei besonders zu achten ist: "Generell auf die Natur." Man gehe mit der Natur und müsse sich nach ihr richten. Auch der Honigertrag hänge von ihr ab.
Kasser biete auch Kurse über wesensgemäße Bienenhaltung in seinem Betrieb. Er lehrt den Teilnehmern dabei "wie man mit den Bienen bewusst umgeht, damit sie gesund bleiben und sich gut entwickeln", erklärt er im "Heute"-Gespräch. Es soll nicht der Ertrag, sondern das Wohl des Tieres im Vordergrund stehen.