Abo-Ärger mit Folgen

400 Euro! Wiener muss zwei Mal Vignettenstrafe zahlen

Weil die Visa-Karte ablief, platzte das Vignetten-Abo eines Wieners. Trotz hinterlegter Bankdaten muss er je 200 Euro Ersatzmaut nun doppelt berappen.
Christian Tomsits
02.03.2026, 05:45
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Großer Ärger bei einem Wiener Autofahrer-Paar. Obwohl Martin P. (68) stets sicher fühlte, für sich und das Auto seiner Gattin eine gültige Vignette zu besitzen, fuhr er diesen Feber gleich doppelt ein: Zwei Maut-Strafen flatterten dem pensionierten Software-Profi ins Haus.

Beide Mal wurde das Auto seiner Frau beim unerlaubten Befahren der A4 erwischt – insgesamt sind wohlfeile 400 Euro fällig. Das Problem: Der Akademiker war der festen Überzeugung, ein einst abgeschlossenes Dauer-Abo fürs Autobahnfahren zu besitzen.

Doch da die ursprünglich als Online-Zahlungsmethode hinterlegte Visa-Karte ausgelaufen war, schlug die Zahlung bereits Anfang 2025 fehl. Ein analoger Nachkauf von zwei digitalen Vignetten beim ÖAMTC wurde nicht mit dem digitalen Kundenkonto verknüpft. "Ich habe online sogar zwei neue Zahlungsmethoden hinterlegt", ärgert sich der Betroffene.

"Eine fehlgeschlagene Abbuchung beendet die Abonnements automatisch" erklärt die Asfinag. "Die nachträgliche Aktivierung eines Abonnements für die beiden gekauften Produkte wäre möglich gewesen, ist jedoch nicht erfolgt", hieß es auf "Heute"-Anfrage. Einer Kulanz-Lösung erteilte man daher eine deutliche Abfuhr, die Strafe pickt ("kein Ermessensspielraum").

Der Wiener wütet indes über "unübersichtliche Informationsweitergabe" des Maut-Monopolisten. "Sie haben jetzt zwei langjährige Stammkunden verloren", schmipft er, will "der Umwelt zuliebe" fortan "lieber Landstraße und Bahn fahren" und überlegt die verhängten Ersatzmaut-Strafen vor Gericht anzufechten.

Die Probleme könnten sich künftig verschärfen, wenn die Klebevignette bald endgültig ausläuft, befürchtet er. Die Asfinaq verweist auf die Vignetten-Evidenz, in der man im Zweifel nachschauen kann, ob für sein Kennzeichen eine Vignette vorliegt.

{title && {title} } ct, {title && {title} } Akt. 02.03.2026, 06:55, 02.03.2026, 05:45
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen