Cristiano Ronaldo schoss Real Madrid mit einem Fuß ins Champions-League-Finale und staubte seinen 42. Hattrick und sein 400. Real-Tor ab – oder auch nicht.
Kaum läuft es ein, zwei Spiele nicht nach Wunsch, muss Cristiano Ronaldo jede Menge Kritik einstecken. Nach dem enttäuschenden 2:3 gegen Barcelona im jüngsten Clasico war es wieder so weit. Ronaldo wurde von der spanischen Presse regelrecht zerfleischt. Etwas mehr als eine Woche später gab das portugiesische Phänomen die perfekte Antwort. Die Champions League wurde zur One-Man-Show, alle Ronaldo-Kritiker Lügen gestraft.
Ronaldo zerlegt den Stadt-Rivalen
Das mit Spannung erwartete Madrid-Derby im Halbfinale der Königsklasse ist wohl schon nach dem ersten Match entschieden. Atletico muss im Rückspiel einem 0:3 hinterher laufen. Das haben die "Rojiblancos" einzig und allein Ronaldo zu verdanken. Mit einem Hattrick schoss er das "Weiße Ballett" zum Sieg. Schon in Minute zehn war die gefürchtete Atletico-Abwehr zum ersten Mal geknackt. Mit einem Traumtor legte Ronaldo in Minute 73 nach. Kurz vor dem Ende folgte Nummer drei.
Ronaldo: Die irren Zahlen und Meilensteine
Gegen die Bayern und Atletico sammelte der Portugiese acht Tore in den letzten drei Champions-League-Spielen. In den letzten beiden Partien schaffte er jeweils einen Hattrick. Schon gegen die Münchner hatte Ronaldo mit seinem 100. Europacup-Tor Geschichte geschrieben. Nun hält er bei 103. Das sind übrigens mehr, als Gegner Atletico in seiner Klub-Geschichte jeweils erreicht hat.
Inzwischen folgte der nächste Meilenstein. 398, 399, 400 – mit den Treffern gegen Atletico knackte Ronaldo die unglaubliche 400-Tore-Marke für Real Madrid.
Diskrepanz bei Ronaldo-Rekord
Ein Meilenstein, der keiner ist? Im Laufe des Abends tauchten Gerüchte auf, es handle sich "erst" um das 399. Tor. Der Grund: Ronaldo sei 2011 ein Tor zugeschrieben worden, das eigentlich auf Pepes Konto gehen sollte. Wie "Eurosport" berichtet, sei das ein Werk der spanischen Zeitung "Marca" gewesen, die dadurch mehr Spannung ins Rennen um ihren Torjäger-Award bringen wollte.
Ronaldo kann diese Diskusion egal sein. Das nächste Tor lässt wohl ohnehin nur wenige Tage auf sich warten. So durfte er seine Traum-Marke im eigenen Stadion bejubeln, ausgerechnet gegen den Rivalen und in der Königsklasse vor Millionen von TV-Zusehern weltweit.
(SeK)