Es ist der nächste Aufreger aus dem Finanzausschuss der Stadt Wien! Nachdem bereits bekannt wurde, dass Steuergeld aus der Bundeshauptstadt an ein Imker-Projekt in Burkina Faso floss (30.866,97 Euro) und auch 40.000 Euro für eine Schulbäckerei im Kongo ausgegeben wurden, kommt nun ein Trainingsprogramm in Mosambik hinzu.
Demnach gehen 40.000 Euro Steuergeld für ein Unternehmerinnen-Trainings-Programm in das afrikanische Land. Im Distrikt Búzi sollen unter anderem 40 Frauen in Unternehmertum, Kleinunternehmensführung und Finanzkompetenz geschult werden. Zudem will man sie beim Aufbau wirtschaftlicher Selbstständigkeit unterstützen.
Gerade in Zeiten der Teuerung können viele Personen dies nicht verstehen. Besonders groß war die Aufregung bei der FPÖ. Wiens freiheitlicher Klubobmann Maximilian Krauss sagte, dass Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) das Wiener Rathaus inzwischen "mit einem Entwicklungsministerium" verwechsle.
Ihm zufolge sei dies "der nächste Beleg für die völlig verfehlte Prioritätensetzung der rot-pinken Stadtregierung". Krauss beklagte, dass viele Frauen in Wien nicht wüssten, wie sie mit ihrer Pension über die Runden kommen sollen. Der Umstand, dass die Stadtregierung nun auch noch ein Unternehmerinnen-Training in Mosambik finanziere, sei "an Zynismus ja kaum zu überbieten".
„Solange Wiener Pensionistinnen jeden Cent umdrehen müssen, haben 40.000 Euro für Selbstständigen-Trainings in Mosambik im Wiener Budget nichts verloren.“Maximilian KraussKlubobmann FPÖ Wien
Der Freiheitliche warf dem Bürgermeister vor, seinen "politischen Kompass" verloren zu haben. Demnach würde man den Pensionistinnen in Wien immer tiefer in die Tasche greifen, aber auf einem anderen Kontinent zehntausende Euro aus dem Budget der Stadt für Wirtschaftsförderung ausgeben.
Der Wiener FPÖ-Klubobmann verlangte, dass diese Förderung umgehend beendet wird. "Solange Wiener Pensionistinnen jeden Cent umdrehen müssen, haben 40.000 Euro für Selbstständigen-Trainings in Mosambik im Wiener Budget nichts verloren", so Krauss.