Brutale Home Invasion

Horror-Nacht in NÖ: Einbrecher fallen über Teenager her

Eine brutale Home Invasion in Niederösterreich hatte nun ein rechtliches Nachspiel. Vier Syrer wurden in Wien verurteilt.
Newsdesk Heute
11.09.2026, 19:11
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Es war wohl die schrecklichste Nacht im Leben eines 15-Jährigen aus Großebersdorf (NÖ). Am 2. April wurde der Jugendliche von einem Geräusch aus dem Schlaf gerissen. Als er Nachschau hielt, standen auf einmal drei maskierte Männer in dem Einfamilienhaus.

Die Einbrecher forderten Geld von dem 15-Jährigen, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, dass er zumindest einen Verwandten seiner Angreifer kennt. Die Tat war nämlich gut geplant, wie die "Krone" berichtet.

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Cousin gab Tipp

Den Anstoß gab ein Klassenkollege des 15-Jährigen. Der Syrer hatte den Niederösterreicher bereits um Schutzgeld erpresst. Ganze 64.000 Euro knöpfte er dem 15-Jährigen über Monate hinweg ab. Dafür wurde der gleichaltrige Syrer am Landesgericht Korneuburg zu einer bedingten Haftstrafe verurteilt. Daraus dürfte der Bursch jedoch nicht gelernt haben.

Was er hingegen durch den Vorfall gelernt hatte, war, dass sein Opfer bzw. dessen Familie viel Geld haben muss. Davon erzählte er seinem älteren Cousin (18). Es soll die Rede von 200.000 Euro gewesen sein. Somit schmiedeten die Täter einen genauen Plan.

Demnach kundschafteten sie das Haus vor der Tat aus und warteten bis Eltern und der Bruder des 15-Jährigen nicht zu Hause waren. Dann schlugen die drei Einbrecher zu. Dabei waren sie mit Schreckschusspistole, Schlagringmesser, Machete und Pfefferspray bewaffnet. Mit letzterem wollte man die zwei Hunde der Familie ruhig stellen.

Bursch verletzt

In der Tatnacht ließen sich die drei jungen Männer von dem weinenden 15-Jährigen durchs Haus führen und steckten alles ein, was wertvoll erschien. Des Weiteren erlitt das Opfer eine Kopfprellung, eine Zerrung der Halswirbelsäule sowie eine posttraumatische Belastungsreaktion.

Dafür wurde den drei Einbrechern und dem Cousin als Hinweisgeber der Prozess am Wiener Landesgericht gemacht. Der 18-jährige Haupttäter erhielt sechs Jahre Haft, zwei davon muss er hinter Gittern absitzen. Dasselbe Urteil fasste der Zweitangeklagte aus. Der dritte Einbrecher wurde zu 40 Monaten Haft verurteilt – ein Jahr davon unbedingt.

Der 15-Jährige erhielt als Beitragstäter dreieinhalb Jahre Haft. Absitzen muss er eines davon. Die Urteile sind nicht rechtskräftig, die Unschuldsvermutung gilt.

red,11.09.2026, 19:11