Eine Wahnsinnstat aus Eifersucht ereignete sich am 2. Mai in einer Wohnung in Wien-Donaustadt. Ein aus Afghanistan stammender Mann (46) versetzte seiner Ehefrau ganze 13 Messerstiche. Die mehrfache Mutter überlebte den Vorfall nur knapp.
Die Vorgeschichte: Eigentlich lebte das Paar in einem anderen Bundesland. Die Frau entschloss sich aufgrund einer Erkrankung vorübergehend zu ihren Kindern nach Wien zu ziehen. In der Wohnung der Studenten kam es dann auch zu der unfassbaren Bluttat.
Der Mann vermutete nämlich, dass seine Frau eine Affäre haben könnte – Beweise dafür gab es keine, berichtet "ORF Wien". Nach einem Streit am Telefon dürften dem 46-Jährigen jedoch alle Sicherungen durchgebrannt sein. Er setzte sich in sein Auto, fuhr nach Wien und forderte seine Frau zur Heimkehr auf.
Als diese verneinte, zog der Mann eine acht Zentimeter lange Klinge und stach seiner Ehefrau 13 Mal in den Rücken. Besonders dramatisch: Die Kinder waren dabei anwesend. Als sie die Schreie hörten, eilten sie ihrer Mutter zu Hilfe und konnten den 46-Jährigen überwältigen. Dabei wurden zwei von ihnen verletzt.
Die Ehefrau erlitt mehrfache Öffnungen beider Brusthöhlen und eine Beschädigung des Lungengewebes – sie überlebte den schrecklichen Vorfall nur knapp. Während seine Frau ins Spital kam, wurde der Mann festgenommen.
Am Mittwoch musste sich der 46-Jährige nun am Wiener Landesgericht verantworten. Obwohl er zum Tatzeitpunkt 1,5 Promille intus hatte, sei der 46-Jährige laut einem Gutachter zum Tatzeitpunkt zurechnungs- und schuldfähig gewesen.
Die Staatsanwaltschaft sprach von einem "heimtückischen Angriff" und einer "entsetzlichen Bluttat". Der Anwalt des Angeklagten hingegen sah eine "emotionale Überforderung" seines Mandanten. Diese hätte dann zu einer "absolut unkontrollierten Tat" geführt.
Und der Beschuldigte? Dieser sagte vor Gericht, dass er sich an die Stiche nicht erinnern könnte. Am Ende wurde der Mann zu zwölf Jahren Haft wegen Mordversuchs verurteilt – das Urteil ist nicht rechtskräftig.