Wird eine Schutz- bzw. Alkoholverbotszone geschaffen, verlagert sich das Problem leider an einen anderen Ort. Damit haben Anwohner im Minna-Lachs-Park in Wien-Mariahilf und im neuen Stadtquartier Sophie7 in Wien-Neubau zu kämpfen.
Seit die Schutzzone um die U6-Station Gumpendorfer Straße und die Alkoholverbotszone am Westbahnhof in Kraft getreten sind, ist die Szene abgewandert. Auch Bewohner der Liniengasse in Wien-Mariahilf sind nun die Leidtragenden, wie die "Krone" berichtet.
Gegenüber der Tageszeitung berichteten Bewohner eines Mehrparteienhauses von untragbaren Zuständen. Demnach würden Süchtige in die Garageneinfahrt pinkeln, aber auch im Keller würde man Urinspuren sowie Fäkalien vorfinden.
Zudem hätten Anrainer bereits mit Süchtigen im Stiegenhaus zu tun gehabt. Diese hätten sich Zutritt verschafft und würden dort auch konsumieren. So habe man bereits Spritzen, gebrauchte Nadeln und Verpackungen gefunden. Auch mit Müll habe man zu kämpfen. So würden die Container regelmäßig übergehen.
Die Anrainer fühlen sich alleine gelassen: "Allem Anschein interessiert die Stadt dieses Problem nicht", sagte einer von ihnen der "Krone".
Seitens der Bezirksvorstehung hieß es, dass man über diese Probleme noch nicht in Kenntnis gesetzt worden sei. Bei derartigen Vorfällen sollen sich Bewohner an die mobile Sozialarbeit Sam Mitte oder die Polizei wenden.