Obdachlose auf Terrassen

Messer, Drogen, Einbrüche – Alarm in Wiener Grätzel

Alarm in einem Wiener Stadtviertel: Anrainer berichten von Drogenhandel, Müll und Einbrüchen. Zudem schlafen Obdachlose in Wohnungsgärten.
Newsdesk Heute
01.09.2026, 10:40
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Nahe dem Hauptbahnhof in Wien-Favoriten entsteht gerade das Stadtentwicklungsgebiet "Neues Landgut". Es verfügt bereits über die drittgrößte Bücherei Wien, eine gute Anbindung, einen Bildungscampus und zahlreiche private sowie soziale Wohnungen, was auf viele Anrainer attraktiv wirkt.

Dennoch gibt es bereits Probleme in der Gegend, wie Anrainer einer BUWOG-Liegenschaft an der Laxenburger Straße gegenüber der "Krone" mitteilten. Dabei geht es nicht etwa "nur" um Kleinigkeiten wie Müll und Lärmbelästigung, auch offener Drogenhandel und eine Messerattacke erschütterten zuletzt das Grätzel.

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Diebstähle, Einbrüche, Messerattacke

Daher wollen die Nachbarn nun Politik und Polizei auf die Vorfälle aufmerksam machen. Seit März 2025 bis Juni 2026 dokumentierte die Initiative von Eigentümern des Wohnhauses am Elisabeth-Sundt-Platz mehr als 200 Beobachtungen. Diese reichen von Vermüllung mit etwa Schuhen und Tschickstummeln bis hin zu offenem Drogenhandel im Innenhof der Anlage.

Auch Lärm, Einbrüche in Kellerabteile und beschädigte Autos sind Thema. Laut dem Bericht der "Krone" klagt auch eine Sprecherin der in der Nähe ansässigen Firma Waterdrop über Straftaten. So wurden Fahrräder von Mitarbeitern gestohlen. Des Weiteren sei es auch im dortigen Gemeindebau Willi-Resetarits-Hof zu Einbrüchen gekommen.

Anfang Mai 2025 kam es dann aber zum schwersten Vorfall in dem Grätzel. Zwei Männer gerieten am Fußballplatz im Quartier aneinander. Schlussendlich soll ein 26-Jähriger einen 34-Jährigen mit einem Messer angegriffen haben.

Böse Überraschung im Garten

Zudem kam es in letzter Zeit auch immer wieder dazu, dass es sich Obdachlose in den Gärten der Eigentümer gemütlich machten. So wurden sich von ihnen auf Terrassen Schlafplätze eingerichtet. Die Bewohner haben deshalb bei der Hausverwaltung um höhere Zäune gebeten. Das Sicherheitsgefühl im Grätzel sei jedenfalls beschädigt. Laut den Nachbarn brauche es mehr sichtbare Polizeipräsenz. Auch die Politik müsse handeln, bevor die Lage komplett eskaliert.

Seitens der BUWOG und der Polizei kenne man die Probleme bereits. Beamte würden das Gebiet bei Streifendiensten berücksichtigen, nachdem es zu vermehrten Beschwerden gekommen sei. Auch ein Sprecher von Bezirkschef Marcus Franz (SPÖ) sagte gegenüber der Tageszeitung, dass man das Viertel im Auge behalte. Des Weiteren wolle man die Sozialarbeit "Sam" damit beauftragen, die Lage im Grätzel zu beobachten.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 01.09.2026, 10:46, 01.09.2026, 10:40