Es ist ein Trend, der sich auch im Schuljahr 2025/26 fortgesetzt hat: Während der Anteil der katholischen Kinder an Wiens Schulen sinkt, steigt die Zahl der Muslime. Das zeigen aktuelle Daten der Bildungsdirektion Wien, welche sich auf Volks-, Mittel-, Sonderschulen und polytechnische Schulen beziehen (für Gymnasien liegen keine Daten vor).
Laut einem Bericht der "Presse" würde es jedoch massive Unterschiede zwischen privaten und öffentlichen Schulen geben, wobei rund 128.000 der von der Studie erfassten Kinder eine öffentliche und nur knapp 14.000 eine private Bildungseinrichtung besuchen.
In den öffentlichen Schulen Wiens zeigt sich ein klares Bild: Die muslimischen Kinder überwiegen (42 Prozent). Es wurde sogar ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (41,2 Prozent) verzeichnet. Besonders deutlich wird dies in den Mittelschulen. Dort stellen Muslime fast die absolute Mehrheit dar (49,4 Prozent).
Dahinter folgen Schüler ohne Bekenntnis (23,24 Prozent). Erst danach reihen sich katholische (16,66 Prozent) und orthodoxe Kinder (14,18 Prozent) in die Liste ein. Noch im Vorjahr betrug die Anzahl der katholischen Schüler 17,5 Prozent.
Ganz anders sieht die Lage in den Wiener Privatschulen aus. Dort stellen die Katholiken mit 45,39 Prozent die größte Gruppe. Dahinter folgen Schüler ohne Bekenntnis (25,11 Prozent) und orthodoxe Kinder (10,55 Prozent). Nur 7,6 Prozent der Kinder an Wiens Privatschulen sind Muslime.
Zählt man sowohl die öffentlichen als auch die privaten Schulen in Wien zusammen, so stellen Muslime mit 38,3 Prozent die größte Gruppe dar. Selbst wenn man katholische und orthodoxe Kinder zusammenzählt, kommen diese lediglich auf rund 33,6 Prozent.