Sommer, Sonne, baden gehen: Schon bald ist der Sommer wieder da und das Thermalstrandbad Baden sperrt wieder auf – am 1. Mai ist es soweit. Eine Frau aus Baden (Bezirk Baden, NÖ) hofft dafür auf eine Kabane im Badener Thermalstrandbad – vergeblich! Sie wittert "Freunderlwirtschaft". Von anderen hört sie, dass sie schnell an eine Kabane gekommen sind, wie die "Krone" berichtet.
"Jeden Sommer laufe ich mit meinen Kindern tausende Schritte, beladen mit Taschen, Decken und allem, was man für einen Badetag braucht – hin und her", so die Badnerin gegenüber der "Kronen Zeitung". Sie hofft auf eine dreieinhalb-Meter-Kabane.
Ärgerlich erscheint es, dass andere Menschen offenbar leichter eine solche Badehütte bekommen – ohne ewig lange Wartezeit. Sie erzählt: "Ich glaube nicht, dass hier fair nach der Warteliste vorgegangen wird" – die Rede ist von einer "Freunderlwirtschaft".
Ihr Empfinden ist deutlich: "Ich kenne niemanden, der über die Warteliste zu einer Kabane gekommen ist – alle nur über Bekannte, Freunde oder Verwandte."
Stefan Müller (Abteilung Sport & Freizeit) vom Rathaus erklärt dazu, dass die beliebten Badehütten innerhalb der Familie übergeben werden dürfen. "Bis dato kam es jedoch nur zum 'Kabanenerbe' von Eltern zu Kindern oder von den Großeltern zu den Enkelkindern", so Müller gegenüber "Kronen Zeitung" – eine Weitergabe an entfernte Verwandte sowie Freunde sei streng ausgeschlossen.
Im Thermalstrandbad gebe es 304 Kabanen. Aktuell (Stand: 17. März 2026) stehen 216 Menschen auf der Warteliste. "First come, first serve" habe prinzipiell auch weiterhin Gültigkeit. Aktuell würde mit jenen Personen Kontakt aufgenommen werden, die sich 2020 haben einschreiben lassen.