Eine Matte, ein Handtuch und fünf Minuten Zeit - mehr braucht es nicht für die sogenannte Sakuma-Methode, die in sozialen Netzwerken gerade viel Aufmerksamkeit bekommt. Entwickelt wurde sie vom japanischen Trainer Kenichi Sakuma.
Versprochen werden eine bessere Haltung, ein strafferer Bauch und weniger Verspannungen. Klingt verlockend, weil das Programm kaum Zeit kostet und ohne Geräte funktioniert. Doch ein Sixpack über Nacht sollte niemand erwarten.
Wie Chip.de berichtet, sind allgemeine Sixpack-Versprechen heikel. Bauchmuskeln hat jeder Mensch, sichtbar werden sie aber meist erst, wenn der Körperfettanteil niedrig genug ist. Das hängt oft von Genetik, Geschlecht, Alter und Hormonlage ab.
Die Sakuma-Methode ist nicht wirkungslos. Sie kann die Körpermitte aktivieren, die Haltung verbessern und ein besseres Körpergefühl fördern. Entscheidend ist die regelmäßige, saubere Ausführung der Übungen.
Die Methode besteht aus vier kurzen Übungen: Bauchspannung im Stand, seitliche Rumpfaktivierung, Beinheben im Stand und die Vierfüßler-Arm-Bein-Streckung. Bei allen ist eine langsame, kontrollierte Ausführung ohne Schmerzen wichtig.
Bei Beschwerden an der Wirbelsäule, im Beckenbodenbereich oder nach Verletzungen sollte vorher ärztlich abgeklärt werden, ob die Übungen geeignet sind. Laut DGE gilt ein Taillenumfang von mehr als 80 cm bei Frauen und mehr als 94 cm bei Männern als erhöhtes Gesundheitsrisiko.