Der Linzer Technologiekonzern Kontron hat im ersten Halbjahr 2026 den Umsatz leicht gesteigert. Der bereinigte Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Prozent auf 737,1 Millionen Euro zu.
Beim Gewinn zeigte sich hingegen ein deutlicher Rückgang. Sonderkosten drückten den Gewinn auf 34,9 Millionen Euro, nachdem dieser im Vergleichszeitraum des Vorjahres noch bei 88,9 Millionen Euro gelegen war.
Jetzt zittern viele Beschäftigte! Im Bereich GreenTec läuft ein Restrukturierungsprogramm, das den Abbau von insgesamt 500 Arbeitsplätzen vorsieht, das berichtet der ORF. Laut Unternehmen wurden bereits 424 Stellen gestrichen. Das Programm soll im dritten Quartal abgeschlossen werden und künftig Einsparungen von rund 30 Millionen Euro pro Jahr bringen. Der volle Effekt soll ab dem Geschäftsjahr 2027 sichtbar werden.
Positiv entwickelte sich der bereinigte operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Er stieg im ersten Halbjahr von 90,9 Millionen auf 100,8 Millionen Euro.
Auch für das Gesamtjahr hält der Vorstand an seiner Prognose fest. Erwartet wird ein leicht steigender Umsatz von 1,607 Milliarden Euro. Unter Berücksichtigung der verkauften Geschäftsbereiche entspreche das einem organischen Wachstum von 8 Prozent. Das bereinigte EBITDA soll ohne die Kosten des Stellenabbaus bei 225 Millionen Euro liegen.
Zuletzt sorgte auch die Eigentümerstruktur für Schlagzeilen. Der größte Aktionär Ennoconn Corporation aus Taiwan verfehlte nach einem Pflichtübernahmeangebot die Mehrheit an Kontron, so der ORF. Nach Ende der Annahmefrist wurden dem Unternehmen rund 19,5 Prozent der Aktien angedient. Das Kontron-Management hatte den Aktionären zuvor empfohlen, das Angebot nicht anzunehmen.