Bereits im Jahr 2025 waren die Niederösterreicher im Verhältnis zur Kundenzahl am wechselfreudigsten – wir berichteten. Im ersten Halbjahr 2026 setzt sich dieser Trend weiter fort.
In Niederösterreich wechselten im ersten Halbjahr 2026 nämlich 54.910 Strom- und Gaskunden ihren Lieferanten – 41.329 den Strom- und die restlichen 13.581 den Gaslieferanten.
Bei Strom gibt es also eine Wechselrate von 4,8 Prozent, bei Gas von 5,4 Prozent. Damit liegt Niederösterreich weiterhin an der Spitze bei den Wechselanzahlen – im Verhältnis zur Kundenanzahl. Bei Strom kommt danach Oberösterreich und die Steiermark, bei Gas zuerst die Steiermark und dann Oberösterreich.
Insgesamt in ganz Österreich wechselten 234.982 Kunden den Lieferanten im ersten Halbjahr – ein Rekord bei den Wechselzahlen. Die Wechselrate beträgt bei Strom also 2,9 Prozent und bei Gas 4,1 Prozent.
Michael Strebl, Vorstandsmitglied bei der E-Control, erklärt: "Dass es bei den Wechselzahlen einen neuen Rekord gegeben hat, zeigt, dass sich die Konsument:innen trotz der warmen Temperaturen vermehrt mit ihren Strom- oder Gastarifen auseinandersetzen. Geopolitische Spannungen führen zu Unsicherheiten, wie es mit den Preisen weitergeht und viele Konsument:innen wollen noch vor der nächsten Heizsaison möglichst günstige Strom- und Gastarife sichern."
"Unabhängig von den Temperaturen gilt, mit Energie sorgsam umzugehen sollte selbstverständlich sein. Verbräuche in den Sommermonaten zudem in die Zeit von 10.00 bis 16.00 Uhr zu verschieben, entlastet nicht nur das Netz, sondern hilft auch dabei, die eigenen Stromkosten zu reduzieren", so Alfons Haber, ebenfalls Vorstandsmitglied bei der E-Control.