Streit um Zulagen

560.000 Euro! Kärnten mit Mega-Nachzahlung an Lehrer

Kärnten muss Lehrer-Personalvertretern über eine halbe Million Euro nachzahlen. Neue Regeln sorgen für deutlich höhere Kosten.
Österreich Heute
21.04.2026, 12:13
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Für Kärnten wird es teuer: Das Land muss Lehrer-Personalvertretern kräftig nachzahlen. Insgesamt geht es laut aktuellen Zahlen um 560.000 bis rund 582.000 Euro brutto, das berichtet die Kleine Zeitung.

Der Hintergrund ist eine Änderung im Dienstrecht. Freigestellte Personalvertreter bekommen ihre Zulagen künftig 14-mal im Jahr ausbezahlt – statt wie bisher 12-mal. Außerdem sind die Zahlungen nun gesetzlich fixiert und an das Gehalt gekoppelt.

Die Nachzahlungen betreffen mehrere Jahre: Für das zweite Halbjahr 2023 werden rund 91.000 bis 104.000 Euro fällig, für 2024 etwa 230.000 bis 239.000 Euro und für 2025 rund 238.000 Euro. In Summe ergibt das den Betrag, von dem einzelne Personalvertreter mit mehr als 100.000 Euro brutto profitieren könnten, so die Kleine Zeitung.

Nach Auszahlungsstopp, jetzt fixe Überweisung

Warum es überhaupt dazu kommt: Kärnten hatte – wie auch Salzburg – im August 2023 die Zulagen gestoppt. Begründet wurde das mit rechtlichen Unsicherheiten und der Höhe der Zahlungen. Mit der neuen Dienstrechtsnovelle, die im November 2025 beschlossen wurde, ist jetzt klar: Die Zulagen stehen zu und müssen ausbezahlt werden.

Fix ist auch: Kein Betroffener muss Einbußen hinnehmen. Für die Nachzahlungen gilt jeweils der höhere Betrag – egal ob alte oder neue Regelung günstiger ist.

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Offen ist noch, wie mit Lehrern umgegangen wird, die erst seit dem Schuljahr 2024/2025 Personalvertreter sind. Hier laufen noch Abstimmungen mit dem Bildungsministerium.

Klar ist hingegen schon jetzt, dass die Kosten weiter steigen. Für die derzeit acht freigestellten Personalvertreter rechnet das Land mit jährlichen Ausgaben von über 240.000 Euro – Tendenz steigend. Zum Vergleich: Vor der Einstellung der Zahlungen lagen die Kosten bei knapp 200.000 Euro.

Politisch sorgt das Thema für Wirbel. Bildungslandesrat Peter Reichmann betont: "Ich nehme den öffentlichen Unmut ernst". Gleichzeitig sei die Regelung bundesgesetzlich vorgegeben und müsse umgesetzt werden. Die Verantwortung sieht er beim Bund.

Dort wächst der Widerstand: Die Grünen wollen die Novelle anfechten, auch ein Gang vor den Verfassungsgerichtshof steht im Raum.

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