Roberto Martínez hat Portugal mit einem modernen Spielstil zurück in die Erfolgsspur geführt. Nach dem Triumph in der Nations League 2025 zählt die Mannschaft auch bei der WM zu den gefährlichen Außenseitern. Im Mittelpunkt steht einmal mehr Cristiano Ronaldo, der mit 41 Jahren seine sechste Weltmeisterschaft bestreiten könnte.
Roberto Martinez hat sich als Trainer der belgischen Nationalmannschaft (2016 bis 2022) einen Namen gemacht, mit der "goldenen Generation" um Kevin De Bruyne galten die "Roten Teufel" unter Martinez stets als Geheimtipp auf den Titel bei großen Turnieren. Doch erst mit Portugal gelang dem 52-Jährigen dann der erste Titel - als Sieger der Nations League 2025. Auch bei der WM will Martinez mit seinem Team und einem Mix aus Ballkontrolle und aggressivem Umschaltspiel wieder für Furore sorgen.
Zinedine Zidane zauberte, Ronaldinho wirbelte - und ein gewisser Cristiano Ronaldo betrat erstmals die große WM-Bühne. Seit seinem Debüt 2006 in Deutschland hat der Dauerbrenner mittlerweile fünf Weltmeisterschaften auf dem Konto, wenn nichts mehr dazwischen kommt spielt der 41-Jährige nun wie sein alter Rivale Lionel Messi seine sechste WM - das hat vor den beiden Superstars niemand geschafft. Zwar hat Ronaldo im Trikot seines saudi-arabischen Klubs Al-Nassr mittlerweile etwas von seinem Tempo und seiner Power von einst eingebüßt, aber sein Wille und die Gier nach Erfolg sind ungebrochen. Und so hat der Anführer auf internationaler Ebene kaum an Bedeutung für Portugal eingebüßt.
Eusebio, Luis Figo oder auch Ronaldo - Portugal hat schon so einige Legenden hervorgebracht. Und so konnte der Europameister von 2016 bei Weltmeisterschaften auch immer wieder mit den ganz Großen mithalten, für einen Finaleinzug hat es bisher trotzdem nie ganz gereicht. Das beste Ergebnis gelang gleich beim Debüt 1966 mit Platz drei, vor 20 Jahren war Frankreich im Halbfinale zu stark. Und jetzt? Die Fans hoffen natürlich auf den großen Coup, doch zu den Top-Favoriten zählt Portugal nicht.