Wertvoller Elektroschrott

65-Milliarden-Schatz in Europas Schubladen

Europäer horten Elektroschrott im Wert von 65 Milliarden Euro. Allein 700 Millionen ungenutzte Smartphones verstauben in den Schubladen.
Newsdesk Heute
04.09.2026, 18:04
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In ausgedienten Haushaltsgeräten und alter Unterhaltungselektronik schlummern in der EU ungenutzte Rohstoffwerte von mehr als 65 Milliarden Euro. Das zeigt eine neue Studie der Boston Consulting Group und der Initiative "Cradle to Cradle Electronics".

Besonders auffällig: Rund 700 Millionen alte Smartphones verstauben laut den Experten in europäischen Schubladen. In ihnen sind etwa 50.000 Tonnen strategischer Rohstoffe wie Kupfer, Lithium und seltene Erden gebunden.

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Jährlich landen 1,6 Millionen Tonnen kritischer Rohstoffe in neu auf den EU-Markt gebrachten Geräten, schreibt n-tv.de. Diese Materialien stammen fast vollständig aus Drittstaaten – allen voran China.

China hat Monopolstellung

Bei schweren seltenen Erden hält China nahezu eine Monopolstellung. Die Studienautoren warnen vor drastischen Risiken für die europäische Industrie durch diese geopolitischen Abhängigkeiten.

Gleichzeitig fallen in Europa jährlich mehr als 13 Millionen Tonnen Elektroschrott an. Die offizielle Sammelquote liegt aber bei nur rund 43 Prozent. Viele Altgeräte werden geschreddert, verbrannt oder illegal exportiert.

Geräte als Materialbanken

Als Lösung schlägt die Studie das "Cradle to Cradle"-Konzept vor: Geräte sollten von Anfang an als "Materialbanken" konzipiert werden – ohne giftige Stoffe, leicht demontierbar und modular aufgebaut.

Bei Haushaltsgroßgeräten wie Waschmaschinen könnten optimierte Kreisläufe bis zu 50 Prozent des Materialbedarfs einsparen. Die Studie wurde anlässlich der Technikmesse IFA in Berlin vorgestellt.

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