Auch Friseur nicht bezahlt

6,90 € – bissige Betrügerin prellt Zeche im Swingerclub

Wegen Zechprellerei, Diebstahls und Betrugs stand eine 28-Jährige nun vor Gericht. Sie biss auch einem Mann in den Hals und trat Hoteltüren ein.
Christian Tomsits
17.07.2026, 05:30
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Wegen einer Vielzahl an strafrechtlichen Vorwürfen musste sich eine eher streitsüchtige Serbin vor Kurzem in Wien vor Gericht verantworten. Die 28-Jährige geriet in den vergangenen zwei Jahren nicht nur mit ihrem Umfeld regelmäßig in Konflikt – sondern auch mit dem Gesetz.

In sechs Strafanträgen summierte sich eine Liste an Vorwürfen – darunter Betrug, Diebstahl, Erpressung, Körperverletzung und Zechprellerei. Zum Haareraufen: 2024 ließ sich die Angeklagte beim Friseur ihres Vertrauens frisieren und flüchtete, ohne die 120 Euro hohe Rechnung zu begleichen. Auch beim Bezahlen von Taxifahrten dürfte es die Frau nicht allzu genau genommen haben. Gleich mehrere Lenker forderten gerichtlich den Fuhrlohn von ihr zurück.

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"Ich war leider auf Koks. Es tut mir leid. Ich möchte mich bei allen entschuldigen", gab sich die ehemals kratzbürstige Kriminelle vor Gericht streichelweich. Die von Top-Anwalt Christian Werner beherzt verteidigte Serbin gab auch mehrere Ladendiebstähle ohne Umschweife zu. Dreist: In einem Swingerclub in Meidling prellte sie die Zeche, weil sie ein Getränk (Preis 6,90 Euro) nach dem Ausschlürfen nie bezahlte.

Gegenüber einem Bekannten war die Beschuldigte durchaus bissig: Wenn er ihr nicht sofort 500 Euro übergebe, würde sie ihn der Vergewaltigung bezichtigen, drohte sie. "Es hat mich genervt, dass er sich die ganze Zeit vor mir berührt hat…". Da er ihr nur 70 Euro übergab, kam sie am Folgetag mit einem Messer wieder. Das Opfer musste die Tobende daraufhin gemeinsam mit seinem Vater aus dem Haus tragen, dabei biss sie einem der Männer in den Hals.

Für Schmunzler im Saal sorgte eine Sachbeschädigung in einem bekannten Hotel: Nach einem Treffen mit einem Mann habe sie ihr Handy im Zimmer vergessen, nachdem sie bereits die Schlüsselkarte abgegeben hatte. "Da niemand auf mein Klopfen reagierte, musste ich die Türe eintreten", meinte sie. Der Richter war da anderer Meinung, vor allem weil sie blöderweise zuerst die falsche Türe erwischte und noch eine zweite beschädigte. Insgesamt verursachte sie so rund 1.200 Euro Schaden.

Das (bereits rechtskräftige) Urteil fiel rasch: Zwei Jahre teilbedingte Haft, davon muss sie acht Monate hinter Gittern.

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