7 Bundesländern droht auf Corona-Ampel Rot-Schaltung

Zu hohes Infektionsgeschehen: Fast Österreich wird auf der Corona-Ampel tiefrot geschalten. 
Zu hohes Infektionsgeschehen: Fast Österreich wird auf der Corona-Ampel tiefrot geschalten. "Heute"-Montage
Sieben Bundesländer könnten am Donnerstag rot auf der Corona-Ampel eingestuft werden. Das geht aus einem Dokument hervor, das "Heute" vorliegt.

Die Zahlen, die der Ampelkommission vorliegen sprechen für sich: In Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg liegt die für die Corona-Ampel so wichtige Risikozahl bei weit über 150. In Salzburg, dem Bundesland mit der höchsten Zahl, sogar bei 326,9. Das zeigt ein Papier der Krisenmanager, in das auch "Heute" Einsicht nehmen konnte. Zur Erklärung: Bereits eine Risikozahl über 100 entspricht laut dem Manual der Ampelkommission einem "sehr hohen Risiko" bezüglich Infektion mit dem Virus. 

Den betroffenen sieben Ländern droht also eine Schaltung auf rot – und auch Impf-Spitzenreiter Burgenland steht vor einer Hochstufung auf orange. Einzig Wien (Diese Corona-Nachricht beunruhigt jetzt ganz Wien) könnte seinen derzeitigen Ampelstatus (orange) beibehalten. Damit steht fast ganz Österreich vor einer Hochstufung. Ein Vorbote davon: die Infektionszahlen. >> Corona-Albtraum: 4.261 Neuinfektionen und 10 Tote

Alarmglocken schrillen bei Prognose-Experten

Das Covid-Prognosekonsortium geht davon aus, dass in zwei Wochen zwischen 300 und 435 stationär aufgenommene Covid-19-Patientinnen und -Patienten intensivmedizinisch betreut werden müssen. Am heutigen Mittwoch wurden 250 Schwerkranke auf Intensivstationen behandelt. Auf Normalstationen werden am 11. November zwischen 1.149 und 2.148 Covid-Patientinnen und -Patienten erwartet. Aktuell hält man bei 1.007.

Diese Entwicklung könnte in einzelnen Bundesländern dazu führen, dass der Covid-19-Belag auf Intensivstationen am Donnerstag in zwei Wochen die kritische Auslastungsgrenze von 33 Prozent übersteigt. Der aktuellen Einschätzung der Experten zufolge liegt diese Wahrscheinlichkeit in Vorarlberg bei 35 Prozent, in Wien bei 15 Prozent und im Burgenland bei zehn Prozent.

Die täglichen Neuinfektionen - am Mittwoch wurden mehr als 4.200 verzeichnet - dürften dem Prognosekonsortium zufolge bereits am Donnerstag in einer Woche zwischen 4.595 und 6.322zu liegen kommen, was zeitverzögert einen weiteren Anstieg in den Spitälern im Spätherbst befürchten lässt. In absoluten Zahlen die meisten Neuinfektionen wird es laut Prognosekonsortium in Oberösterreich geben, wo bis zum 4. November mit bis zu 1.531 neuen Fällen pro Tag gerechnet werden muss. Zum Vergleich: In der 1,9 Millionen-Stadt Wien werden mindestens 549, im schlimmsten Fall 875 neue Fälle prophezeit.

Die Experten warnen damit einhergehend vor einem "signifikanten Anstieg der Sieben-Tages-Inzidenz (Anzahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner, Anm.)", die am Donnerstag in einer Woche österreichweit über 360 betragen und möglicherweise 495 erreichen wird.

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Am Düstersten sieht es den Prognosen zufolge in Salzburg aus, wo die Inzidenz zwischen 514 und 819 Fällen je 100.000 Einwohner ausmachen wird. In Oberösterreich wird mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von 450 bis zu 717 gerechnet, über dem Österreich-Schnitt werden am 4. November vermutlich auch Vorarlberg (377 bis 603) und Kärnten (372 bis 594) liegen. Mit der geringsten Sieben-Tages-Inzidenz wird in Wien gerechnet, sie soll am 4. November zwischen 200 und 319 ausmachen. Allerdings dürften allein in der Bundeshauptstadt dann schon zwischen 94 und 156 Covid-Patientinnen und -Patienten intensivmedizinischen Betreuungsbedarf haben.

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