Minister fordert Thiem im TV auf: "Soll sich impfen lassen"

Wolfgang Mückstein richtete dem Tennis-Star am Mittwoch eine Aufforderung zum Impfen aus. 
Wolfgang Mückstein richtete dem Tennis-Star am Mittwoch eine Aufforderung zum Impfen aus. HANS PUNZ / APA / picturedesk.com
Aufgregung um Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein: Am Mittwoch forderte er Tennis-Ass Dominic Thiem live bei Puls 24 zur Impfung auf. 

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) ist aktuell an vielen Baustellen gefordert. Denn die Infiziertenzahlen explodieren (allein am Mittwoch zählten die Gesundheitsbehörden mehr als 4.000 Neuinfektionen), die Auslastung in den Spitälern nimmt zu und die Impfkampagne stagniert. Im Interview im Puls-24-Newsroom kündigt Mückstein an, dass die Impfkampagne aktuell zielgruppengerechter und kleinteiliger gestaltet werde um auch jene zu erreichen, die man bisher nicht erreicht hat. Bisher nicht erreicht, hat die Impfkampagne auch Österreichs prominentesten Tennisspieler: Dominic Thiem ist noch immer ungeimpft. Jetzt lesen: Ungeimpfter Thiem darf in Stadthalle nicht zuschauen

Erst vor kurzem äußerte sich der Tennis-Star zum Jaukerl. Sein Tenor: Er wolle bevorzugt auf die Zulassung eines Totimpfstoffs warten. Am Mittwoch machte Mückstein dem ehemaligen US-Open-Champion Druck. „Ich kann nur den Dominic Thiem auffordern, dass er sich impfen lässt“, richtete der Politiker dem Gesundheitsminister am Mittwoch im Fernsehstudio aus. Denn, so Mückstein, "auch bei Jüngeren und Sportlern gibt es Long-Covid und wir haben auch knapp 30-Jährige auf der Intensivstation liegen, so ist es nicht", warnt er.

Thiem hatte zuletzt kundgetan, notfalls auch auf einen anderen Impfstoff zurückzugreifen, um an den Australian Open teilnehmen zu können. Wie Thiem ist auch Kollege Novak Djokovic nocht nicht gegen das Coronavirus immunisiert. Doch für ihn soll im Rahmen der bevorstehenden Australian Open keine Ausnahme gemacht werden."Wir sperren Menschen aus, die nicht geimpft sind", stellte der Premier von Victoria zuletzt klar. 

"Mächtige Gegner, die aktiv dagegen arbeiten"

Der Totimpfstoff werde frühestens 2022 verfügbar sei, "und es gibt keinen Hinweis, dass er irgendwelche Vorteile gegenüber den jetzigen Impfstoffen hat", meinte Mückstein. Die aktuell verfügbaren Impfstoffe seien alle sicher und inzwischen bereits milliardenfach verimpft. Dass die Impfkampagne aktuell nicht vom Fleck kommt, begründete der Minister auch mit dem Widerstand gegen die Impfung: "Wir haben schon mächtige Gegner da, die aktiv dagegen arbeiten, dass Menschen sich impfen lassen", sagte er gegenüber Moderator Werner Sejka.

Und wurde auch konkreter: "Wir haben politische Kräfte, die sich gegen das Impfen stark machen", sagte er mit Verweis auf FPÖ-Chef Herbert Kickl. Darüber hinaus hielt er fest: "wir haben private Fernsehsender, die Fake News verbreiten, wie, dass Frauen nicht schwanger werden können, wenn sie geimpft sind", so der Gesundheitsminister.

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