Ärger über Schul-Budget

700 Euro aus eigener Tasche – Hortbetreuerin packt aus

Bastelsachen, Stifte, Spiele und sogar Lego: Eine Wiener Hortbetreuerin zahlte jedes Jahr mehr als 700 Euro aus eigener Tasche.
Österreich Heute
22.09.2026, 05:50
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Ein paar Wochen nach Schulstart werden immer mehr Probleme im System bekannt. Eines davon: Viele Leistungen von Schulen, die uns völlig normal vorkommen, werden aus den privaten Budgets der Pädagogen bezahlt.

Eine Lehrerin etwa berichtete, dass sie 550 Euro pro Schuljahr von ihrem Lohn für die Klasse abzweigen muss (siehe Link oben). Noch viel schlimmer: Susanne H. sagt zu "Heute": "Bei mir sind es sicher mehr als 700 Euro pro Jahr gewesen." H. (Name der Redaktion bekannt) ist seit kurzem in Pension, 20 Jahre lang war sie mit vollem Einsatz Freizeitpädagogin – sie kümmerte sich also um Hort-Kinder nach der Schule.

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"Ich war kein Einzelfall, viele Freizeitpädagogen haben so viel ausgegeben, wir wollen ja etwas mit den Kindern machen und weiterbringen", sagt sie.

Sie verbrachte die letzten Berufsjahre in einer Volksschule in Wien-Margareten, "wir hatten offiziell ein Budget von 220 Euro pro Jahr, es war immer zu wenig."

"Das war erst teuer"

Schglen, erklärt Susanne H., sind völlig unterschiedlich ausgestattet: "Manche haben nur Tische und Sessel, aber keine Materialien für die Nachmittagsbetreuung." Also musste sie selbst in die Geldbörse greifen und einkaufen: "Alles zum Basteln, Scheren, Spiele, Stifte – ansonst wären wir nackt!" Und dann saht sie: "Auch Lego haben wir gekauft, das war erst teuer."

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Das Budget hätte nur einen Mini-Anteil gedeckt: "Wenn ich alles nur in Spiele investiert hätte, könnte ich gerade mal vier kaufen und sonst nichts." Der Rest auf 220 Euro: "Uns wurde auch Geld für Kopierpapier und Tinte abgezogen."

Noch ein Problem: "Wir durften Rechnungen unter 10 Euro nicht einreichen. Wenn wir also – wie es meistens der fall war – im Sonderangebot etwas kauften, bekamen wir das Geld nicht zurück." Noch eine Skurrilität: "Auf den Rechnungen durfte niemals ein Sackerl stehen, dann wurde der Beleg ignoriert und nicht ausbezahlt von der Verwaltung."

Warum H. erst kurz nach ihrer Pensionierung über die Realität auspackt: "Es ärgert mich, alle reden von den Lehrern, aber nicht von uns. Wir verdienen noch weniger und geben mehr aus für die Kinder!"

red,22.09.2026, 05:50
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