Eine unerwartete Überweisung von 723 Euro klingt verlockend. Genau darauf setzen derzeit Betrüger, die sich in E-Mails als österreichische Pensionsversicherung ausgeben. Angeblich wurde eine zusätzliche Pensionsleistung genehmigt. Für die Auszahlung müsse nur noch die Bank ausgewählt werden.
Doch wer auf den mitgeschickten Link klickt, riskiert, seine Bankdaten an Kriminelle weiterzugeben. Die Informationsplattform Watchlist Internet warnt aktuell vor den gefälschten Nachrichten.
Die Betrüger versuchen, mit einer angeblichen Nachzahlung für das Jahr 2025 Vertrauen zu gewinnen. In der E-Mail wird behauptet, die Pensionsleistung sei bereits bewilligt. Damit das Geld im nächsten Monat auf dem Konto landen könne, sei nur noch ein kurzer Schritt notwendig.
Wörtlich heißt es in der Nachricht: "Gute Nachricht: Ihre Pensionsleistung für 2025 wurde genehmigt. Damit wir überweisen können, wählen Sie bitte noch Ihre Bank aus – das dauert nur wenige Minuten." Ein Link soll die Empfänger zur Auswahl ihrer Bank führen.
Besonders tückisch ist die Masche für Menschen, die tatsächlich auf eine Pensionszahlung warten oder einen entsprechenden Antrag gestellt haben.
Die Nachricht könnte dadurch auf den ersten Blick glaubwürdig erscheinen. Tatsächlich führt der enthaltene Link aber nicht zur österreichischen Pensionsversicherung. "Der Link führt auf eine Seite, auf der Bankdaten abgegriffen werden", erklärt Watchlist Internet.
Das eigentliche Ziel der Kriminellen ist also nicht die Auszahlung einer Leistung, sondern der Zugriff auf sensible Bankinformationen.
Ein genauer Blick auf den Absender kann helfen, den Betrugsversuch zu erkennen. Obwohl die Nachricht im Namen der Pensionsversicherung verschickt wird, stammt sie nicht von der tatsächlichen Einrichtung.
Laut Watchlist Internet verwenden die Täter unter anderem die Adresse "[email protected]". "Mit der Pensionsversicherung hat sie nichts zu tun", stellt die Informationsplattform klar.
Die Vorgehensweise ist nicht neu. Ähnliche gefälschte Mitteilungen wurden bereits früher per SMS verschickt. Nun setzen die Kriminellen offenbar verstärkt auf E-Mails, um potenzielle Opfer zu erreichen.
Wichtig zu wissen: Die österreichische Pensionsversicherung verlangt nicht per E-Mail oder SMS, dass Empfänger über einen zugesandten Link ihre Bankdaten bekannt geben.
Wer eine solche Aufforderung erhält, sollte daher misstrauisch werden.
Wenn eine verdächtige Nachricht in Deinem Postfach landet, solltest Du den enthaltenen Link nicht öffnen und die E-Mail löschen.
Bist Du unsicher, ob tatsächlich eine Pensionszahlung ansteht, kannst Du direkt über die offiziellen Kontaktmöglichkeiten bei der Pensionsversicherung nachfragen.
Hast Du bereits Bankdaten eingegeben, sind rasche Schritte wichtig:
- Kontaktiere umgehend Deine Bank.
- Lass betroffene Karten oder Konten sperren.
- Ändere Deine Passwörter und Zugangsdaten.
- Hast Du Geld verloren, erstatte Anzeige bei der Polizei.
Auch bei späteren Telefonanrufen ist Vorsicht geboten. Betrüger können zuvor erbeutete Informationen verwenden, um sich als Bankmitarbeiter auszugeben und weitere Daten oder Zahlungen zu verlangen.
Die versprochenen 723 Euro gibt es nicht. Statt einer Pensionsnachzahlung droht bei dieser E-Mail der Verlust sensibler Bankdaten.