Heute am Nachthimmel

Sternschnuppen-Nacht: Draconiden erreichen Maximum

Heute Nacht erreichen die Draconiden ihren Höhepunkt. Dunkler Himmel und kaum Mondlicht sorgen heuer für gute Bedingungen.
Jochen Dobnik
08.10.2026, 22:09
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Heute (8. Oktober) lohnt sich der Blick nach oben: In der Nacht auf Freitag erreicht der Meteorschauer der Draconiden sein Maximum.

Zwar zählt er gewöhnlich zu den eher unauffälligen Sternschnuppenströmen des Jahres, diesmal sind die Voraussetzungen für eine Beobachtung jedoch besonders günstig.

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Da beinahe Neumond herrscht, wird der Himmel kaum durch Mondlicht aufgehellt. Bei klarem Wetter könnten etwa fünf bis zehn Sternschnuppen pro Stunde sichtbar werden.

Maximum wird gegen 3 Uhr erwartet

Bereits seit Montag, dem 6. Oktober, bewegt sich die Erde durch eine Staubspur des Kometen 21P/Giacobini-Zinner. Treffen dessen winzige Teilchen auf die Erdatmosphäre, verglühen sie und erscheinen als Leuchtspuren am Himmel.

Das rechnerische Maximum wird in der Nacht auf Freitag gegen 3 Uhr MESZ erwartet. Wer nicht so lange wach bleiben möchte, kann sein Glück aber schon nach Sonnenuntergang versuchen. Anders als bei vielen anderen Meteorschauern sind die Draconiden häufig bereits am frühen Abend gut zu beobachten.

Der scheinbare Ausgangspunkt der Meteore liegt im Sternbild Drache, das dann noch hoch am Nordhimmel steht. Die Sternschnuppen selbst können allerdings überall am Himmel auftauchen.

Fünf bis zehn Sternschnuppen pro Stunde

Spektakuläre Ausbrüche werden diesmal nicht erwartet. In den Jahren 2011 und 2018 wurden zeitweise bis zu 600 Meteore pro Stunde beobachtet. Heuer rechnen Fachleute dagegen mit der üblichen Aktivität von etwa fünf bis zehn Sternschnuppen pro Stunde.

Die Draconiden werden auch Giacobiniden genannt und bewegen sich mit rund 20 Kilometern pro Sekunde vergleichsweise langsam. Ihre Leuchtspuren sind meist eher schwach und können gelegentlich gelblich erscheinen.

Dunkler Standort erhöht die Chancen

Für die Beobachtung solltest du einen möglichst dunklen Platz abseits von Straßenlaternen, beleuchteten Gebäuden und anderen künstlichen Lichtquellen wählen. In stark erhellten Städten sind die meist lichtschwachen Meteore nur schwer zu erkennen.

Ein Teleskop oder Fernglas ist nicht notwendig. Am besten lässt du deinen Augen einige Minuten Zeit, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen, und beobachtest einen möglichst großen Bereich des Himmels.

Geduld gehört allerdings dazu: Selbst bei guten Bedingungen können zwischen zwei sichtbaren Sternschnuppen 15 bis 20 Minuten vergehen.

Auch Saturn und Orion sind zu sehen

Wer heute keine Draconide erwischt, kann trotzdem weitere Himmelsobjekte beobachten. Im Südwesten ist der Ringplanet Saturn zu sehen. Mit einem kleinen Teleskop lässt sich auch sein Ringsystem erkennen.

Im Osten steigt bereits das Wintersternbild Orion auf. Dort befindet sich auch der markante Orionnebel. Damit gibt es in der heutigen Sternschnuppen-Nacht selbst zwischen den Meteoren einiges zu entdecken.

dob,08.10.2026, 22:09