Ein einziger Regentag soll darüber entscheiden, wie sich der gesamte Winter entwickelt? Geht es nach einer alten Bauernregel, könnte das Wetter am Donnerstag (9. Oktober) bereits einen Hinweis auf die kommenden Monate liefern.
Der Oktober zeigt sich oft von seiner wechselhaften Seite. Während es zwischendurch noch angenehm mild sein kann, sorgen kühler Wind und Regen immer wieder für herbstliche Stimmung.
Genau in dieser Zeit gewinnen traditionelle Bauernregeln wieder an Bedeutung.
Besonders interessant ist der 9. Oktober. An diesem Tag wird des heiligen Dionysius von Paris gedacht, der auch als Sankt Dionys bekannt ist. Mit seinem Gedenktag ist eine alte Wetterregel verbunden: "Regnet's an Sankt Dionys, wird der Winter nass gewiss."
Die Aussage dahinter ist einfach: Fällt am 9. Oktober Regen, soll auch der bevorstehende Winter besonders nass ausfallen.
Sogenannte Lostage spielten in der Landwirtschaft lange Zeit eine wichtige Rolle. Bauern beobachteten das Wetter an bestimmten Tagen und versuchten daraus Rückschlüsse auf die kommenden Wochen und Monate zu ziehen.
Die überlieferten Sprüche dienten dabei als Orientierung für die bäuerliche Planung. Viele dieser Regeln sind bis heute bekannt und werden besonders im Herbst wieder hervorgeholt.
Die Bauernregel stellt zwar einen Zusammenhang zwischen dem Wetter am 9. Oktober und dem Winter her. Ob dieser Zusammenhang tatsächlich besteht, geht aus der überlieferten Regel allein allerdings nicht hervor.
Eine konkrete Wetterprognose für den kommenden Winter lässt sich daraus daher nicht ableiten.
Wer wissen will, was die alte Bauernregel für den Winter verspricht, muss zunächst auf das Wetter am 9. Oktober achten. Laut dem Spruch wäre Regen an diesem Tag jedenfalls kein gutes Zeichen für einen trockenen Winter.