Mit einer routinemäßigen Lenker- und Fahrzeugkontrolle nahm der Fall seinen Anfang: Polizisten kontrollierten am 8. Juli im Bezirk Spittal an der Drau einen 74-jährigen Pensionisten und wurden dabei misstrauisch.
Die Beamten stellten bei dem Mann deutliche Anzeichen einer möglichen Suchtmittelbeeinträchtigung fest. Ein freiwilliger Speicheltest verlief positiv. Daraufhin bestand der Verdacht einer strafbaren Handlung nach dem Suchtmittelgesetz.
Die Polizisten durchsuchten den 74-Jährigen, sein Fahrzeug sowie den 37-jährigen Beifahrer. Dabei fanden sie eine größere Menge Kokain, eine geringe Menge Methamphetamin sowie bereits für den Verkauf abgepacktes Kokain, das berichtet der ORF.
Beide Männer wurden wegen des Verdachts des Suchtmittelhandels vorläufig festgenommen und in das Polizeianhaltezentrum Villach gebracht.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Klagenfurt wurde anschließend der Wohnsitz des 74-Jährigen durchsucht. Dabei stellten die Ermittler Bargeld im fünfstelligen Eurobereich, weiteres Methamphetamin sowie geringe Mengen Cannabis und Kokain sicher, so der ORF. Außerdem fanden sie Verpackungsmaterial, das für den Verkauf von Suchtmitteln vorbereitet gewesen sein soll.
Der Pensionist zeigte sich geständig. Er gab an, über einen längeren Zeitraum Suchtmittel verkauft zu haben. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Klagenfurt wurde er in die Justizanstalt Klagenfurt eingeliefert.
Der 37-jährige Beifahrer steht im Verdacht, unmittelbar vor der Kontrolle Suchtmittel von dem 74-Jährigen gekauft zu haben. Er wird auf freiem Fuß angezeigt.