Seit Jahren kämpft Verena K. (Name von der Redaktion geändert) mit schweren gesundheitlichen Problemen. Die 62-jährige Oberösterreicherin leidet an Multipler Sklerose, ihre Wirbelsäule ist stark geschädigt, dazu kommen mehrere Bandscheibenvorfälle. Infolge ihrer Erkrankungen ist ihr rechter Fuß gelähmt. Auch Asthma macht ihr zu schaffen, wie sie gegenüber "Heute" schildert.
Neben den körperlichen Beschwerden belastet die Pensionistin vor allem ihr jahrelanger Kampf mit Behörden und Gutachtern. Von 2007 bis 2011 habe sie um ihre Invaliditätspension kämpfen müssen. Damals war sie arbeitslos und auf Notstandshilfe angewiesen.
"Die Schmerzen im Körper wurden immer schlimmer, aber auch die seelische Belastung. Die Herumschickerei von einem Arzt zum anderen und von einem Amt zum anderen war zermürbend. Wie frech und garstig manche Ärzte und Beamte sind, kann man sich nicht vorstellen", erzählt Verena.
Nach ihren Angaben dauerte es schließlich bis 2017, ehe sie ihre fixe Pension und Pflegegeld erhielt. Doch auch heute sei ihre finanzielle Lage alles andere als einfach.
"Meine Pension beträgt 800 Euro", sagt die 62-Jährige. Gleichzeitig habe sie hohe Verbindlichkeiten angehäuft. "Ich habe über 100.000 Euro Schulden."
Zu den finanziellen Sorgen kamen weitere Rückschläge. Mehrere Autos gingen kaputt, zudem seien hohe Ausgaben für Arbeiten rund um Haus und Garten angefallen. Auch ihr Gartenhaus sei eingestürzt.
Besonders die steigenden Lebenshaltungskosten setzen der Oberösterreicherin zu. "Mit so einem Geld kann man nicht leben. Die Wohnungs- und Erhaltungskosten übersteigen alles."
Die Situation raubt ihr zunehmend die Kraft. "Ich weiß nicht mehr weiter", sagt Verena offen.
Mit Blick auf die Entwicklung im Land findet die Pensionistin klare Worte: "Meine Großeltern würden sich im Grab umdrehen, wenn sie sehen würden, was hier passiert."