Seit Jahresbeginn ist eines von vier neuen Scan Cars testweise auf den Straßen unterwegs. Nach rund 220 Testkilometern zieht die Stadt nun eine erste positive Bilanz.
Die Fahrzeuge sind mit speziellen Sensoren zur Kennzeichenerfassung ausgestattet und sollen künftig vor allem in den äußeren Bezirken zum Einsatz kommen. Dort sollen sie die Kontrolle der Parkometerabgabe erleichtern und die Mitarbeiter der Parkraumüberwachung entlasten.
"Mit dem Scan Cars steigern wir die Effizienz der Parkraumüberwachung in Wien massiv. Gleichzeitig ist es mir ein persönliches Anliegen, dass unsere Mitarbeiter*innen bei ihrer herausfordernden Arbeit im Außendienst bestmöglich unterstützt und entlastet werden", erklärt Michelle Krumpschmid, Leiterin der MA 67.
Getestet wurde das Scan Car bisher in den Bezirken Favoriten, Simmering, Döbling, Floridsdorf und Donaustadt. Besonders zufrieden zeigt sich die Stadt mit der Erkennungsleistung: Mehr als 90 Prozent der Kennzeichen wurden im Test korrekt erkannt.
Die Technik wurde während der Testfahrten weiter angepasst. Unter anderem wurden die Kameraausrichtung bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen sowie die Positionsbestimmung anhand der städtischen Stellplatzdaten optimiert.
Mitte September geht das Projekt in die nächste Phase. Dann wird erstmals das Scan Car mit den produktiven Systemen der Stadt verknüpft – darunter auch mit der Datenbank für das Parkpickerl. In einer Echtzeit-Simulation soll überprüft werden, ob das Gesamtsystem reibungslos funktioniert.
Die Mitarbeiter der MA 67 werden parallel geschult. Insgesamt sind derzeit rund 650 Parkraumüberwachungsorgane in Wien im Einsatz.
Vier Scan Cars sollen künftig in den weitläufigen Teilen von zwölf Wiener Bezirken (Bezirke 10, 11, 13 - 19 und 21 – 23) unterwegs sein. Der reguläre Betrieb ist ab Ende 2026 geplant.
Das Prinzip: Eine Kamera auf dem Dach des Elektroautos scannt die Kennzeichen vorbeifahrender Fahrzeuge und gleicht sie mit den entsprechenden Daten ab. Bei einem möglichen Verstoß wird ein Hinweis erzeugt. Eine endgültige Kontrolle erfolgt anschließend weiterhin durch einen Mitarbeiter der Parkraumüberwachung.
Laut Stadt werden die gescannten Informationen nicht gespeichert. Damit soll die digitale Kontrolle datenschutzkonform erfolgen. Für die Mitarbeiter soll das Scan Car vor allem eine Entlastung bringen. Statt bei Wind, Regen oder großer Hitze kilometerweit durch die Bezirke zu gehen, können die Kontrollen teilweise aus dem wettergeschützten Fahrzeug heraus erfolgen.