Der Super-G der Ski-Herren in Lake Louise fiel dem Wetter zum Opfer – und die nächsten Rennen dem Coronavirus? So sah es zumindest einige Zeit aus. Denn vor der Weiterreise in die USA wurden mehrere Athleten und Betreuer positiv auf das Coronavirus getestet.
Am Samstagabend habe es bei den routinemäßigen PCR-Testungen in Lake Louise einige positive und einige ungültige Ergebnisse gegeben, erklärte FIS-Rennchef Markus Waldner. "Von der roten Blase sind ungefähr zehn Personen positiv getestet worden, die sind sofort in der Nacht isoliert wurden, Kontaktpersonen gecheckt und so weiter", erklärte der Südtiroler.
Es roch damit stark nach Corona-Chaos, denn mit einem positiven Corona-Status ist eine Einreise in die USA unmöglich. Doch nach der geplatzten Corona-Bombe kam die Entwarnung: Neun von zehn Tests waren falsch positiv. ÖSV-Chefcoach Andreas Puelacher berichtete: "Es war ein bissl ein Chaos hier, keine Ahnung, was da los war. Wir wurden informiert, dass es nur einen Verdachtsfall gibt. Diese Person ist isoliert. Wir fliegen morgen nach Denver und von dort nach Beaver Creek. Bei uns ist kein positiver Fall aufgetreten."
In Beaver Creek steigen kommende Woche mit zwei Abfahrten und zwei Super-G insgesamt vier Rennen. Von den drei Rennen an diesem Wochenende in Kanada konnte nur eines ausgetragen werden. ÖSV-Rennläufer Matthias Mayer gewann am Samstag vor ÖSV-Kollege Vincent Kriechmayr in der Abfahrt. Die weiteren Rennen wurden von starken Schneefällen verhindert. "Es hat im Startbereich zwischen 25 und 30 Zentimeter Neuschnee. Ein sehr nasser Schnee, den bringt man nicht raus. Die Piste ist dadurch kaputt worden, dass man mit den Pistenfahrzeugen rein hat müssen", erläuterte Chefcoach Puelacher.