Nach den jüngsten US-Luftangriffen auf Ziele im Iran stellt sich Nato-Generalsekretär Mark Rutte hinter das Vorgehen Washingtons. Am Rande des Nato-Gipfels in Ankara sprach er von einer notwendigen Reaktion.
Rutte bezeichnete die Angriffe der USA als "absolut notwendig". Der Iran habe die bestehende Waffenruhe "im Grunde genommen verletzt", argumentierte der Nato-Generalsekretär am Mittwoch. Es sei "absolut entscheidend, dass die USA entschlossen reagieren", fügte er hinzu.
Nach Angaben der USA wurden in der Nacht auf Mittwoch mehr als 80 Ziele im Iran angegriffen. Washington begründete die Militärschläge mit einem vorherigen Beschuss von drei Tankern im Bereich der Straße von Hormus. Dafür macht die US-Regierung die Führung in Teheran verantwortlich.
Der Iran reagierte nach eigenen Angaben mit Angriffen auf US-Stützpunkte in anderen Ländern der Region. In Kuwait und Bahrain wurde daraufhin Luftalarm ausgelöst.
Seit Anfang April gilt im US-israelischen Krieg gegen den Iran eine brüchige Waffenruhe. Mitte Juni hatten sich die USA und der Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Konflikts verständigt. Beide Seiten machten jedoch deutlich, dass die Kämpfe jederzeit wieder aufgenommen werden könnten.
Der Krieg im Iran ist auch Thema beim Nato-Gipfel in Ankara. Dort beraten die Staats- und Regierungschefs des Bündnisses am Mittwoch über die Lage. Rutte erklärte, er erwarte von den Verbündeten, "dass sie erneut bekräftigen, dass der Iran niemals in den Besitz von Nuklearfähigkeiten gelangen darf" und dass die Freiheit der Schifffahrt vollständig wiederhergestellt werden müsse.