Der Skisport ist in Bedrängnis geraten. Der bisher schneearme Winter hat vor allem zu Saisonbeginn für Verschiebungen und Absagen gesorgt. Wenn gefahren werden konnte, dann wie etwa in Adelboden auf einem dünnen Schneeband, umringt von grünen Wiesen. Ein Anblick, der den Klimawandel verdeutlichte und für ein großes Fragezeichen hinter der Zukunft der Winter-Sportart Nummer eins in Österreich sorgte.
Die FIS und ihr Präsident Johan Eliasch suchen bereits nach Auswegen. Und die sind exotisch. Unter anderem wird offen über Weltcuprennen in Skihallen diskutiert, etwa in Dubai, wo 2021 bereits ein Rennen der unterklassigen Entry League ausgetragen wurde. Gut möglich, dass die besten Ski-Stars der Welt bald in der Wüste um Weltcuppunkte fahren.
Für den deutschen Abfahrts-Star ist diese Vorstellung ein Graus, wie er nun unverblümt im "BR" kundtat. "Dass darüber diskutiert wird, in Dubai ein Skirennen abzuhalten, finde ich absoluten Schwachsinn", schäumte der 29-Jährige, Es sei zwar gut, neue Wege, zu beschreiten, "es ist aber wichtig, dass man sich überlegt: Wie kann man Sport, wie kann man Wettkämpfe besser machen. Und wie kann man es für die Jugend attraktiver machen, damit die Jugend nicht wegbricht", erklärte der Speed-Läufer. Ein Rennen in Dubai sei da nicht der richtige Ansatz. "Ich bezweifle, dass, wenn in Dubai ein Rennen stattfindet, die Kinder zehn, 15 Jahre später sagen: ,Ja, wir wollen Skifahrer werden´, so Dreßen.
"Skifahren wird nie im Leben eine Weltsportart werden. Dafür sind wir viel zu sehr an Orte und an Jahreszeiten gebunden", ergänzte der deutsche Speed-Star weiter.
Im Laufe der Weltcup-Saison wurden bereits die Abfahrts-Premiere in Zermatt, der Parallel-Bewerb in Lech, der Super-G von Lake Louise, die Abfahrt von Beaver Creek und der Super-G von Gröden abgesagt – nur bei den Herren...