Spektakulärer Rettungseinsatz in den Bergen von Leogang: Ein 66-jähriger Skitourengeher ist am Nachmittag bei der Abfahrt im Bereich der Passauer Hütte rund 25 Meter in eine Doline (Hohlraum unter dem Schnee, auch Sinkhöhle oder Schneeloch genannt) gestürzt. Dass er den Unfall überlebte, grenzt an ein Wunder.
Gegen 14.36 Uhr ging der Notruf bei der Bergrettung ein. Der Mann war mit drei Begleitern auf Skitour unterwegs, als er auf etwa 2.033 Metern Seehöhe offenbar die Doline übersah und plötzlich in die Tiefe stürzte. Seine Begleiter reagierten sofort und schlugen Alarm.
Bergretter sowie ein Rettungs- und ein Polizeihubschrauber wurden umgehend zur Unfallstelle geflogen. In einer aufwendigen Aktion zogen die Einsatzkräfte den Verunglückten mit einem Mannschaftsflaschenzug aus der tiefen Senke.
Trotz des dramatischen Sturzes hatte der 66-Jährige unglaubliches Glück: Er zog sich "nur" eine Schulterverletzung zu. Nach der Bergung wurde er rasch ins Krankenhaus Zell am See geflogen.
Insgesamt standen 14 Bergretter, die Alpinpolizei sowie die Hubschrauberteams im Einsatz. Kurz vor 17 Uhr konnten alle Einsatzkräfte wieder ins Tal zurückkehren.