Schon das zweite Jahr in Folge findet heuer im Salzburger Messezentrum eine türkische Kulturmesse der ALIF (Austrian Linz Islamische Föderation) statt. Doch nicht nur der Inhalt, sondern auch der Termin schlägt der im Land mitregierenden FPÖ ordentlich auf den Magen.
"Diese Messe ist kein harmloses Kulturfest", ist Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek überzeugt. Unter den Ausstellern seien viele mit Verbindungen in extremistische Kreise. "Das ist brandgefährlich!"
Die Messe werde als Kulturveranstaltung verkauft, "entpuppt sich bei näherem Hinsehen aber als ein dichtes Netzwerk aus ideologischen Akteuren, politischer Einflussnahme und einschlägig bekannten Propagandisten". Sie ortet antisemitische Aussagen, antiwestliche Rhetorik und offene Parteinahme für problematische Narrative.
"Wenn Organisationen auftreten, die gezielt Einfluss auf Auslandstürken nehmen und Teil einer politischen Agenda eines fremden Staates sind, dann hat das mit einem Kulturfest nichts mehr zu tun." Für die Chefin der FPÖ Salzburg ist es unverständlich, dass mit der Messe eine der wichtigsten Veranstaltungsstätten des Landes für eine "derart islamistisch-ideologisch aufgeladene Veranstaltung" zur Verfügung steht.
Weil das dem Ruf der Stadt schade, fordern die Freiheitlichen die Absage des Events. Unbeeindruckt zeigt sich dem ORF gegenüber Messe-Geschäftsführer Alexander Kribus. Eine Absage stehe nicht zur Debatte.