Ein kleiner Schritt für Studenten, ein großer Streit im Rathaus. Jahrelang wurde um ein Wiener Studententicket für die Öffis gestritten. Nun ist es endlich so weit: Ab Februar gibt es eine Jahresoption. Doch die Freude im Wiener Gemeinderat währte nicht lange, bereits jetzt wird über den Preis diskutiert.
Bisher mussten Studenten ein Semesterticket kaufen. Besonders gegen Ende des Semesters wurde von den Wiener Linien verstärkt kontrolliert, viele vergaßen, rechtzeitig ein neues Ticket zu kaufen. Immer wieder sprach die ÖVP von "Strafenfallen" und warf den Wiener Linien vor, Studenten eiskalt abzustrafen.
Damit sollte eigentlich Schluss sein, doch schon gibt es den nächsten Aufreger. Statt 75€ pro Semester kostet die Jahresoption nun 300€. Für die ÖVP ist das viel zu teuer: "Auch wenn es nach unserem jahrelangen Druck endlich ein Jahresticket gibt, schaffen es SPÖ und Neos auch hier wieder, mit einer Abzocke negativ aufzufallen", kritisiert der Wiener ÖVP-Klubobmann Harald Zierfuß.
Immer wieder sorgen die Preise für die Öffis für Diskussionen, doch die Stadt Wien wehrt sich dagegen. Laut den Wiener Linien ist das Öffi-Netz in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Neue Linien und zusätzliche Mobilitätsangebote machen das Angebot so umfangreich wie nie zuvor. Um dieses hohe Niveau auch in Zukunft halten zu können, müssen die Preise angepasst werden. Die Wiener Linien betonen: Auch nach der Anpassung bleiben die Wiener Öffis im europäischen Vergleich günstig.