Wer sich aussperrt, steht oft gleich unter Stress – genau das nutzen viele dubiose Schlüsseldienste schamlos aus. Die Arbeiterkammer Oberösterreich schlägt Alarm: Immer wieder landen Beschwerden über Notdienste auf dem Tisch, die mit überzogenen Rechnungen und fragwürdigen Methoden auffallen.
Besonders heikel werde es bei "Abzocker-Notdiensten aus dem Internet": Was wie ein regionaler Dienst aussieht, entpuppe sich nicht selten als Briefkastenfirma mit Postfach im Ausland. Nach langer Wartezeit würden dann Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen anrollen und saftige Forderungen präsentieren.
Dabei zeigt der aktuelle AK-Preisvergleich: Seriöse heimische Schlüsseldienste verlangen für eine Türöffnung zwischen 70 und 360 Euro. Der Preis hängt davon ab, ob die Tür nur zugefallen oder versperrt ist, ob Nacht, Wochenende oder Feiertag ist und ob ein Schloss getauscht werden muss. Auch die Anfahrt spielt eine Rolle.
Die AK rät: Schon beim Anruf nach dem Fixpreis fragen und sich nicht zu Barzahlung drängen lassen. Am sichersten ist ein Zahlschein. Wer massiv unter Druck gesetzt wird, sollte nicht zögern, die Polizei zu verständigen.
Am besten sei laut AK die Vorsorge: Die Nummer eines regionalen Schlüsseldienstes im Handy speichern oder im Stiegenhaus aufhängen. Alternativ empfehlen die Konsumentenschützer die App meinaufsperrdienst.at, die geprüfte Anbieter mit Gütesiegel listet. Der einfachste Trick bleibt: Einen Ersatzschlüssel bei Nachbarn deponieren.
Den ganzen AK-Preisvergleich der Schlüsseldienste gibt es hier.