Die Papiere bitte! Am Montagabend fand am Wiener Hauptbahnhof eine fremdenpolizeiliche Schwerpunkt-Kontrolle statt – Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) höchtpersönlich unterstützte über dreißig Beamte (zivil und uniformiert) des Stadtpolizeikommandos Favoriten, der Bereitschaftseinheit Wien und der Fremdenpolizei.
„Wir müssen illegale Migration gegen null drängen“Gerhard KarnerBundesminister für Inneres (VP)
"Wir müssen illegale Migration gegen null drängen. Dazu ist es notwendig, Schwerpunktaktionen nicht nur an der Grenze, sondern auch im Landesinneren durchzuführen. Fremdenpolizeiliche Planquadrate wie hier am Hauptbahnhof Wien sind ein robustes Mittel dafür."
Auch Landespolizei-Vizepräsident Dieter Csefan und Birgit Reich von der Abteilung Fremdenpolizei und Anhaltevollzug (AFA) machten sich vor Ort ein Bild von dem mehrere Stunden dauernden Planquadrat, das auch "Heute" aus nächster Nähe beobachten konnte.
Gleich zu Beginn gelang den Einsatzkräften ein echter Coup: Ein Auto-Einbrecher wurde auf frischer Tat am Bahnhofs-Vorplatz ertappt und festegenommen. Zwischen 17 Uhr und 0 Uhr wurde nicht nur das Areal des Hauptbahnhofs bestreift und kontrolliert – im gesamten Stadtgebiet wurden neuralgische Punkte verstärkt unter die Lupe genommen.
Der Schwerpunkt lag dabei auf fremdenrechtlichen Kontrollen, aber auch auf sicherheits- und kriminalpolizeilichen Aspekten. So überprüften die Beamten etwa den rechtmäßigen Aufenthalt in Österreich, setzten aber auch auf Maßnahmen zur Verhinderung von Sozialleistungsmissbrauch.
Das Innenministerium hob dabei die bewährte und hochprofessionelle Zusammenarbeit mit den ÖBB und den Wiener Linien hervor – nicht nur am Hauptbahnhof, sondern auch an allen anderen Verkehrsknotenpunkten wie dem Westbahnhof oder dem Praterstern.
Bundesweit finden pro Jahr etwa 1.200 Kontrollen statt. Heuer gab es österreichweit 55 Festnahmen (davon 3 Schlepper) und rund 4.100 Anzeigen (davon 600 fremdenpolizeiliche Anzeigen) – davon waren 11 Festnahmen und 350 Anzeigen in Wien. Das Hauptaugenmerk liegt auf stark frequentierten Orten wie etwa Bahnhöfen, Verkehrsknotenpunkten oder öffentlichen Plätzen.
Bundesweit gibt es 2.400 sogenannte PUMA-Kräfte, also Beamte der fremd- und grenzpolizeilichen Einheit. In Wien gibt es zusätzlich die Abteilung für Fremdenpolizei und Anhaltevollzug (AFA), die auf den Polizeiinspektionen Hauptbahnhof, Lassallestraße und Sechshauser Straße untergebracht sind.