Ab 2028

Achtung Umleitung! Nordbrücke wird vier Jahre saniert

Die Asfinag saniert ab 2028 die Nordbrücke. Während der Arbeiten wird der Steinitzsteg für den Kfz-Verkehr benötigt, Radfahrer müssen ausweichen.
Wien Heute
21.05.2026, 12:01
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Rund 110.000 Fahrzeuge donnern täglich über die Nordbrücke. Die vierspurige Brücke, die in den 1960er-Jahren errichtet und einmal in den 1990er-Jahren saniert wurde, ist eine vielbefahrene Strecke, die die Bezirke Brigittenau und Floridsdorf verbindet.

Nun steht eine umfassende Generalsanierung an: "Mit rund 110.000 Fahrzeugen täglich gehört die Nordbrücke zu den meistbefahrenen Donauquerungen Wiens. Nach etwa 30 Jahren ist eine umfassende Generalsanierung notwendig, um die Sicherheit und Leistungsfähigkeit dauerhaft zu gewährleisten", erklärt Asfinag-Geschäftsführer Andreas Fromm.

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Nordbrücke auf zwei Spuren befahrbar

Die Vorbereitungen für die aufwendige Sanierung starten bereits Ende 2027, ab Anfang 2028 geht es dann los. Der daneben liegende Steinitzsteg wird für den zweispurigen Kfz-Verkehr in eine Richtung benötigt. Der Steg war ursprünglich bei der ersten Sanierung als Ausweichroute für Pkw und Lkw errichtet und später als kombinierte Rad- und Fußgängerbrücke an die Stadt Wien übergeben worden.

Während der gesamten Bauzeit bis Ende 2031 bleibt die Nordbrücke für den Kfz-Verkehr auf zwei Spuren befahrbar. In der ersten Phase werden die beiden Fahrspuren Richtung Floridsdorf auf die Gegenfahrbahn verlegt, Richtung Stadt wird der Verkehr über den Steinitzsteg geführt, der 2027 dafür statisch verstärkt wird. In der zweiten Bauphase wird die zweite Brückenhälfte saniert.

Radweg über die Floridsdorfer Brücke

Als Ersatz für den für Radfahrer gesperrten Steinitzsteg soll ein Zwei-Richtungs-Radweg über die Floridsdorfer Brücke führen. Dafür werden ab 2027 neue Teilstrecken als Verbindung zu den bestehenden Radwegen auf der Adalbert-Stifter-Straße (Brigittenau) sowie auf der Floridsdorfer Hauptstraße (Floridsdorf) errichtet. Auch Fußgänger müssen über die Floridsdorfer Brücke ausweichen.

"Baustellen sind leider nie angenehm, aber oft notwendig – vor allem, wenn es um die Sicherheit geht. Da die Asfinag einen Rechtsanspruch hat, den Steinitzsteg für die notwendigen Sanierungsarbeiten zu nutzen, braucht es eine Ersatzroute. Uns war es ein zentrales Anliegen, eine hochwertige und sichere Alternative für den Radverkehr zur Verfügung zu stellen", erklärt Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ).

(v.l.) Asfinag-Geschäftsführer Andreas Fromm, Mobilitäts-Stadträtin Ulli Sima und der Wiener Radverkehrsbeauftragte Martin Blum
Sabine Hertel

Zusätzliche Fahrzeit maximal acht Minuten

Die neue Verbindung soll auch nach Ende der Sanierung eine attraktive Radroute zwischen den Bezirken bleiben. Laut Stadt Wien und Asfinag verlängert sich die Fahrzeit für Radfahrer durch die Umleitung im Schnitt um rund 2,5 Minuten. Je nach Strecke liege die zusätzliche Fahrzeit zwischen null und acht Minuten.

Laut den Verantwortlichen wurden zahlreiche Alternativen geprüft, wie etwa eine Verbreiterung des Steinitzsteges. Laut MA-29-Leiter Wolfgang Strenn wäre dazu aber ein Neubau des Steges nötig gewesen. "Dieser wäre aber nicht denk- und umsetzbar", so Strenn.

Neubau wäre zu teuer

Denn der Steinitzsteg überwindet gleichzeitig mehrere große Barrieren – darunter die Donauuferautobahn A22, die Neue Donau, Bahntrassen sowie die Rampen des Autobahnknotens Nußdorf. Ein Neubau würde zudem zwischen 70 und 90 Millionen Euro kosten. Die beste Lösung sei daher die Führung über die Floridsdorfer Brücke gewesen.

Der Radverkehr wird während der Brückensanierung über die Floridsdorfer Brücke umgeleitet.
Stadt Wien

Der Floridsdorfer Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) betont: "Mit der vorliegenden Lösung ist es gelungen, die bestmögliche Variante zu finden, um eine funktionierende Ersatzroute für Radfahrer*innen anzubieten. Gleichzeitig schaffen wir damit die Voraussetzungen dafür, dass das Floridsdorfer Bezirkszentrum nicht im zusätzlichen Autoverkehr erstickt."

Kostenaufteilung zwischen Stadt und Asfinag

Auch Brigittenaus Bezirksvorsteherin Christine Dubravac-Widholm (SPÖ) sieht Vorteile: "Mir ist in diesem Zusammenhang wichtig, dass die Brigittenauer Radfahrer*innen auf ihren Wegen in und aus dem 20. Bezirk hinaus möglichst wenige Benachteiligungen erleiden müssen. Es ist für mich von großer Bedeutung, dass die sehr unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer*innen das Gefühl haben, nicht gegenüber anderen hintangehalten zu werden."

Die Kosten für das Mega-Projekt wollte Asfinag-Geschäftsführer Andreas Fromm nicht bekanntgeben, da derzeit gerade die Ausschreibung dazu läuft. Die Kosten für die nötigen Umleitungen werden zwischen der Asfinag und der Stadt 50:50 aufgeteilt.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 21.05.2026, 12:06, 21.05.2026, 12:01
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