Friederika Hubauer-Furtmayr ist tot. Die bislang älteste Oberösterreicherin starb am 18. Jänner im Alter von 107 Jahren – mit ihr geht ein Leben zu Ende, das nahezu das gesamte 20. Jahrhundert umspannte.
Zur Welt kam sie am 28. Oktober 1918 in Kirchberg-Thening – nur wenige Tage später verstummten die Waffen des Ersten Weltkriegs. Hubauer-Furtmayr wuchs in einfachen Verhältnissen auf, schon als Kind durfte sie in Linz die Kreuzschwestern-Schule besuchen.
In den Jahren des Zweiten Weltkriegs war Hubauer-Furtmayr mitten im Geschehen, arbeitete in einer Linzer Molkerei, die von ihrem Onkel geführt wurde. Aus dieser Zeit entwickelte sich ihr beruflicher Weg: Später übernahm sie die Linzer Zentralmolkerei, wurde zur Besitzerin und stand ihr als Direktorin vor.
Die Verabschiedung findet in einem großen Requiem am 28. Jänner im Linzer Mariendom statt, anschließend wird sie in der Familiengruft am Barbarafriedhof beigesetzt. Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) hatte sie zu ihrem 107. Geburtstag im vergangenen Oktober noch Zuhause besucht.
„Ihr Lebenswerk, ihr Engagement und ihre Haltung bleiben ein Vorbild.“Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP)über Friederika Hubauer-Furtmayr
Auf Social Media trauert nun auch der Landeshauptmann: "Friederika Hubauer-Furtmayr war als älteste Oberösterreicherin für viele eine Inspiration mit ihrem Lebensmut und ihrer Stärke." Stelzer ergänzt: "Ihr Lebenswerk, ihr Engagement und ihre Haltung bleiben ein Vorbild. Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie und allen, die sie liebten."