17-Jähriger in U-Haft

Anschlagspläne aufgedeckt – Ziel war Exekutive!

Ein 17-Jähriger aus Oberösterreich sitzt in U-Haft, weil er offenbar Anschlagspläne mit IS-Bezug verfolgte. Ziel sollen Exekutivbeamte gewesen sein.
Newsdesk Heute
23.01.2026, 18:48
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Ein Jugendlicher aus Oberösterreich sitzt seit Anfang Dezember 2025 in Untersuchungshaft, nachdem er offenbar Anschläge geplant haben soll. Das wurde am Freitag bekannt. Laut Innenministerium handelt es sich um einen 17-jährigen Österreicher, der in sozialen Netzwerken radikale Inhalte des "Islamischen Staates" verbreitet hatte. Die Ermittlungen liefen über Monate hinweg: Der Staatsschutz, der Nachrichtendienst (DSN) und das Landesamt für Extremismusbekämpfung prüften die Aktivitäten des Jugendlichen.

Dabei zeigte sich, dass die Pläne offenbar nicht nur abstrakt waren – laut Behörden sollen Exekutivbedienstete ins Visier genommen worden sein, sie sollten das Ziel eines möglichen Anschlags werden. Auch eine mögliche Ausreise in ein vom IS kontrolliertes Gebiet stand offenbar im Raum. Bei einer gerichtlichen Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Ermittler mehrere elektronische Datenträger.

Hausdurchsuchung bringt Beweise ans Licht

Auf dem Handy des Jugendlichen entdeckten die Ermittler demnach Propagandamaterial des IS und selbst erstellte Videos, darunter Aufnahmen, in denen der 17-Jährige einen IS-Treueschwur aufnahm.

Das Innenministerium verweist darauf, dass ähnliche Inhalte in der Vergangenheit schon bei Personen aufgetaucht seien, die Anschläge planten – wie etwa beim verhinderten Attentat rund um die Taylor Swift-Konzerte in Wien im Sommer 2024. Die Behörden gehen davon aus, dass der Jugendliche stark islamistisch-radikalisierte Ansichten entwickelt hatte. Die Auswertung der sichergestellten Materialien läuft noch.

Tipp wohl vom marokkanischen Geheimdienst

Das Innenministerium hebt die Bedeutung internationaler Kooperation hervor. Die DSN arbeitete eng mit dem marokkanischen Geheimdienst DGST zusammen, was laut Ministerium wesentlich für den Ermittlungserfolg war. Staatssekretär Jörg Leichtfried (SPÖ) lobte die Arbeit der Sicherheitskräfte: Durch ihr schnelles Eingreifen sei ein Anschlag verhindert und Menschenleben geschützt worden.

Gleichzeitig warnte er vor der Gefahr von Online-Radikalisierung und forderte strengere Alterskontrollen sowie mehr Maßnahmen zur Medienkompetenz der Nutzerinnen und Nutzer. Generaldirektor Franz Ruf betonte, dass Österreich keinen Platz für islamistischen Terror lasse und bedankte sich bei allen nationalen und internationalen Sicherheitsbehörden, die an der Aufklärung beteiligt waren.

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