Es ist ein böses Spiel mit Gefühlen – Österreichs zweitgrößtes Krankenhaus in Linz warnt ausdrücklich davor: "Betrügerinnen und Betrüger klingeln an der Tür und erbitten per Handzettel Spenden unter dem Vorwand, das Kepler Universitätsklinikum oder Teilbereiche wie das Kinderherz Zentrum zu unterstützen."
Es handelt sich dabei explizit nicht um Aktionen, die man autorisiert oder toleriert, betont die Gesundheitseinrichtung. Und weiter: Auch angebliche Anrufe von Ärztinnen oder Ärzten, die vehement Zahlungen für die Behandlung oder für Medikamente von Angehörigen fordern, sind auf keinen Fall echt.
"Wir bitten Sie eindringlich, auf solche Anfragen nicht einzugehen", appelliert die Führung des Spitals an die Bevölkerung. Wenn man aufgefordert wird, Geld zu überweisen, oder Zeuge derartiger Betrügereien wird, soll man sich umgehend an die Polizei wenden.
Erst vor kurzem hatten es skrupellose Betrüger auf eine betagte Linzerin abgesehen: Sie behaupteten am Telefon, dass ihre Tochter in Gefahr sei und dringend ein teures Medikament brauche. Die Anrufer wollten der 86-Jährigen 180.000 Euro abknöpfen.
Die Frau wurde misstrauisch. Sie verständigte die Polizei und dann ihren Sohn. Es wurde eine angebliche Übergabe vereinbart, die Täter tauchten aber nicht auf.