Erst 18 Jahre alt

Bis 10 Jahre Haft! Mann soll IS-Anschläge geplant haben

Mit 18 erneut vor Gericht: Ein Obersteirer soll für den IS Anschläge geplant haben – bis zu zehn Jahre Haft drohen.
Österreich Heute
20.01.2026, 12:22
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Ein 18-jähriger Mann aus dem Bezirk Bruck-Mürzzuschlag muss sich am Mittwoch (21.01.) am Landesgericht Leoben wegen schwerer terroristischer Vorwürfe verantworten. Dem jungen Obersteirer wird unter anderem die Beteiligung an der Terrororganisation "Islamischer Staat" sowie die Recherche zu Anschlags- und Bombenplänen vorgeworfen.

Radikalisierung über Social Media

Laut Ermittlungsbehörden soll sich der 18-Jährige über soziale Medien und das Internet radikalisiert und dabei wiederholt radikal-islamische Inhalte konsumiert haben. Hinweise eines ausländischen Partnerdienstes führten schließlich dazu, dass das Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) aktiv wurde. Bei seiner Rückkehr aus Nordmazedonien wurde der Mann festgenommen.

Nicht das erste Mal

Der Angeklagte ist kein Unbekannter für die Justiz. Bereits vor zwei Jahren war er gemeinsam mit einem damals 17-jährigen Komplizen wegen Anschlagsplänen verurteilt worden. Damals soll ein Sprengstoffanschlag auf eine Schule in Bruck an der Mur geplant gewesen sein. Um dem Jugendlichen einen Lehrabschluss zu ermöglichen, wurde ein Teil der Haftstrafe aufgeschoben. Dieser Haftaufschub verfiel mit der neuerlichen Festnahme.

U-Haft, Hausdurchsuchung

Seit dem Sommer verbüßt der junge Mann den unbedingten Teil der damaligen Strafe unter den verschärften Bedingungen der Untersuchungshaft, unter anderem mit überwachtem Briefverkehr. Bei einer Hausdurchsuchung wurden Handy und Laptop sichergestellt, deren Auswertung mehrere Monate dauerte. Im November erhob die Staatsanwaltschaft Leoben schließlich Anklage, berichtet die "Kleine Zeitung".

Bis zu zehn Jahre Haft

Angelastet werden dem 18-Jährigen unter anderem das Verbrechen der terroristischen Vereinigung, die Beteiligung an einer kriminellen Organisation sowie die Anleitung zur Begehung einer terroristischen Straftat. Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe weitgehend. Für den Prozess sind keine Zeugen geladen.

Im Falle einer Verurteilung droht dem 18-Jährigen eine Haftstrafe zwischen einem und zehn Jahren. Der Strafrahmen ergibt sich laut Landesgericht auch aus dem Alter des Angeklagten zum Zeitpunkt der Taten.

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