Mit bizarren Rechtfertigungen versucht jener Polizist aus der U-Haft zu kommen, der die steirische Fitnesstrainerin Johanna G. getötet haben soll. Laut "Krone" besteht der Cobra-Beamte darauf, dass es ein Sex-Unfall und kein Verbrechen war, das zu dem tödlichen Drama führte. "Ich bin ein Polizist mit Leib und Seele und ein anständiger Mensch", wiederholt der Verdächtige immer und immer wieder.
Er spricht davon, dass man "nach ein paar Bier" und trotz Eiseskälte einen Ausflug mit dem Auto auf einen abgelegenen Parkplatz gemacht hatte und es dort dann zu einvernehmlichen Würgespielchen gekommen sei, die tödlich endeten.
Er habe sogar noch mit Herzmassage versucht, die 34-Jährige zu retten. Dann vergrub er die Leiche. Vor der verhängnisvollen Nacht soll die Fitnesstrainerin den Cobra-Cop (30) mit ihrem positiven Schwangerschaftstest konfrontiert haben. Dann kam es zu dem letzten Treffen mit dem Mann, der mit einer anderen Frau scheinbar die perfekte Beziehung führte und sogar schon Hochzeitspläne gehabt haben soll. Nun steht er unter Mordverdacht (für ihn gilt die Unschuldsvermutung).
Verabschiedung von "Hanni"
Das zum Todeszeitpunkt schwangere Opfer – "unsere Hanni" – wird indes am Mittwoch am Friedhof in Leibnitz tränenreich verabschiedet, informieren Angehörige. Ein Gottesdienst findet tags darauf in der Stadtpfarrkirche statt. "Johanna, du wirst uns so sehr fehlen", schreibt die Mutter. Ihre Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.