Ein 56-jähriger Österreicher soll in großem Stil Drogen angebaut und auch verkauft haben. Durch mehrere anonyme Schreiben kamen die Polizisten dem Südoststeirer schlussendlich auf die Spur. Bereits seit dem vergangenen Herbst wurde gegen den Mann ermittelt. Am 16. Jänner schlugen die Beamten der Polizeiinspektion Feldbach zu.
Über Anordnung führten die Polizisten am Wohnort des 56-Jährigen eine Hausdurchsuchung durch. Der Arbeitslose zeigte sich dabei geständig und kooperierte mit den Ermittlern. Diese fanden in weiterer Folge große Mengen an Suchtgift.
Insgesamt stellten die Beamten rund 6,5 Kilogramm Marihuana, 330 Stück LSD sowie 7 Gramm Kokain sicher. Zudem wurden im Obergeschoss des Hauses zwei kleinere sowie eine große Indoor-Aufzuchtanlage entdeckt. Die insgesamt rund 100 Marihuana-Pflanzen standen bereits in Blüte und wurden ebenso sichergestellt.
Der Steirer zeigte sich zum illegalen Anbau umfassend geständig und wurde festgenommen. Seit 2021 soll der Mann – gemeinsam mit einem Freund (58) – etwa 17 Kilogramm Marihuana erzeugt haben. Die Drogen sollen sie selbst konsumiert, aber auch an Abnehmer gewinnbringend verkauft haben.
Der 58-Jährige gilt indes als flüchtig. Die Fahndung nach ihm dauert an. Gegen seinen mutmaßlichen Komplizen laufen neben den Vorwürfen wegen Drogenanbaus und -handels auch Ermittlungen wegen des Verdachts des Sozialleistungsbetrugs. Diesbezüglich wurden Datenträger des arbeitslosen 56-Jährigen einer forensischen Auswertung unterzogen.