Bei einer groß angelegten Kontrollaktion auf der Ostautobahn (A4) bei Bruck an der Leitha hat die Polizei ordentlich durchgegriffen: Insgesamt 420 Anzeigen wurden innerhalb von zwei Tagen erstattet.
Kontrolliert wurden 37 Busse – bei 33 davon gab es Beanstandungen. Besonders alarmierend: 213 Anzeigen betrafen schwere technische Mängel, weitere 168 Verstöße gegen Sozialvorschriften wie Lenk- und Ruhezeiten.
Zwölf Kennzeichen wurden wegen gravierender Mängel abgenommen. Zudem kassierten die Behörden rund 52.000 Euro an Strafen und Sicherheitsleistungen.
Auch Manipulationen wurden entdeckt: In 20 Fällen griffen Lenker oder Unternehmen unerlaubt in Fahrerkarten oder Kontrollgeräte ein. Zwei Busfahrer standen unter Drogeneinfluss, ein weiterer musste wegen seines Zustands den Führerschein abgeben.
Die Schwerpunktaktion fand zeitgleich auch in anderen Ländern statt und richtete sich vor allem gegen internationalen Busverkehr – insbesondere auf Routen zwischen Deutschland und Südosteuropa. Rund 60 Einsatzkräfte aus Österreich sowie internationale Kollegen waren im Einsatz.
"Mit dieser Aktion setzen wir ein klares Zeichen gegen technische Mängel und die Umgehung von Sozialvorschriften im internationalen Schwerverkehr", betonte Niederösterreichs Landespolizeidirektor Franz Popp.