Jetzt ist es offiziell: Die "Unabhängige Bürgerliste - Wir für Neunkirchen" (WfN) darf bei der Gemeinderatswahl am 31. Mai antreten. In der Sitzung der Gemeindewahlbehörde vom 14. April 2026 wurde der Wahlvorschlag geprüft und zugelassen. Jetzt führt Vizebürgermeister Marcus Berlosnig die neue Liste an.
Besonders brisant ist der Hintergrund: Der Start der neuen Liste geht auf das Polit-Drama in Neunkirchen im Herbst 2025 zurück ("Heute" berichtete). Im Oktober 2025 wurden Marcus Berlosnig und sechs weitere Mandatare nach einem internen Streit aus der FPÖ ausgeschlossen. Auslöser war die Zustimmung zu einem mit der ÖVP ausgehandelten Sparpaket – gegen die Linie der FPÖ-Landespartei.
Nun will Berlosnig mit der "WfN" neu durchstarten. Marcus Berlosnig gibt gegenüber "Heute" bekannt: "Diese Zulassung ist für uns ein starkes Signal und ein klarer Vertrauensbeweis. Sie zeigt, dass viele Menschen in unserer Stadt eine unabhängige, sachorientierte und transparente Politik unterstützen."
Damit geht die Bürgerliste jetzt aktiv in den Wahlkampf. Geworben werde nicht nur um klassische Wähler, sondern auch um jene Menschen, "die sich von der Politik abgewendet haben, enttäuscht sind oder das Gefühl haben, dass ihre Stimme nichts bewirkt."
Die "WfN" setzt laut Eigendarstellung auf Hausverstand, Verantwortung und nachvollziehbare Entscheidungen. Man wolle auf Zusammenarbeit und konkrete Lösungen für die Stadt setzen.
Angeführt wird die Liste vom aktuellen Vizebürgermeister Marcus Berlosnig. Insgesamt umfasst der Wahlvorschlag 19 Kandidaten.