Drohung per Mail

Alarm am Airport – Terror-Experte mit brisanter Theorie

Die Droh-Welle an Flughäfen und in Flugzeugen ist auch in Österreich angekommen. Ein Extremismusforscher erklärt, was das Ziel dahinter sein könnte.
05.11.2026, 18:33
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In ganz Europa sorgen in den letzten Tagen Bombendrohungen an Flughäfen für Aufregung. Am Donnerstag, 5. November, war auch Österreich im Visier: Drohungen erreichten die Flughäfen Wien-Schwechat und Salzburg. Obwohl sich kein Verdacht bestätigte, war großes Chaos vorprogrammiert.

Nicolas Stockhammer, Extremismusforscher der Donau-Uni Krems, vermutet einen Zusammenhang mit "hybriden Akteuren mit Russland-Bezug". Österreich befinde sich seit geraumer Zeit in einer "hybriden Konfrontation" mit Russland. "Dort wird aufgrund der Unterstützung der Ukraine ganz Europa, die ganze EU, als Kriegspartei gesehen." In Europa verstreut hätte es mittlerweile schon an die 20 Drohungen gegen Flughäfen gegeben. Daher sei stark davon auszugehen, dass eine größere Struktur dahinterstecke.

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Verunsicherung und wirtschaftlicher Schaden

Aber warum sind gerade Flughäfen das Ziel der Angreifer? "Weil hier eine große Sichtbarkeit herrscht", erklärt Stockhammer. Wenn Maßnahmen getroffen werden und Flüge sich verspäten, bekommen das vielen Menschen mit.

Außerdem geht es um den wirtschaftlichen Schaden. "Man muss da mal an die Auswirkungen denken. Wenn Flughäfen in Europa möglicherweise stundenlang stillstehen, kostet das sehr viel." Jede Drohung müsse schließlich mit "absoluter Ernsthaftigkeit" behandelt werden. "Es geht hier stark es um Verunsicherung und Destabilisierung", sagt Stockhammer.

Weitere Vorfälle möglich

Aufgrund der Ermittlungen werden von der Polizei nur wenige Informationen an die Öffentlichkeit gegeben. Die Angreifer zu finden, dürfte schwierig sein. "Das ist bei solchen Fällen nie leicht. Und das wissen auch die Angreifer", sagt Stockhammer. Er schließt nicht aus, dass es in Zukunft noch mehr solcher Fälle in Österreich geben könnte.

red, 05.11.2026, 18:33