Ein Hundehalter und sein vierbeiniger Begleiter erlebten am Sonntagabend beängstigende Momente in einem Wiener Park. Der Mann sei mit seinem Hund gerade im Alois-Drasche-Park in Wien-Wieden unterwegs gewesen, als ihm eine Gruppe von Jugendlichen mit Böllern auffiel.
Als der Hundehalter die Burschen aufforderte, die Böllerei einzustellen, soll die Lage komplett eskaliert sein, wie der Mann gegenüber der "Krone" schildert. Die Teenager hätten den Spaziergänger und seinen Hund mit Pyrotechnik beschossen. Laut dem Hundehalter soll es sich um "arabischstämmige Jugendliche" gehandelt haben.
Damit sei die Situation allerdings nicht beendet gewesen. Die Gruppe hatte es von diesem Zeitpunkt an wohl auf den Mann und sein Tier abgesehen. Sie hätten die beiden bis vor die Haustür verfolgt. Der Spaziergänger und sein Hund hätten sich gerade noch so ins Stiegenhaus des Mehrparteienhauses in der Blechturmgasse retten können.
Dort sollen die Jugendlichen ihrem Ärger dann freien Lauf gelassen haben. Sie sollen Klingeln und Kameras im Eingangsbereich beschädigt haben. Des Weiteren hätte die Gruppe gegen das Eingangstor getreten.
Gegenüber der Tageszeitung sagte der Mann, dass er an jenem Abend "unglaubliche Angst" hatte. Er selbst sei vor Jahren nach Österreich gekommen, um sich hier etwas aufzubauen, eine Familie zu gründen und in Sicherheit leben zu können. Dies sei heute nicht mehr gegeben. Laut eigener Aussage könne der Mann seine Kinder nicht mehr durch den Park spazieren lassen.
Der Schock sitzt allerdings nicht nur bei dem Hundehalter tief. Eine Nachbarin berichtete davon, dass der Lärm sie aufgeweckt habe. Danach hätte sie über die WhatsApp-Gruppe der Hausbewohner gemerkt, dass die ganze Nachbarschaft "in Aufruhr" gewesen sei.
Gegenüber der "Krone" wurde der Vorfall seitens der Wiener Polizei bestätigt. Demnach werde der Demolierung des Eingangsbereichs nachgegangen. Die Ermittlungen laufen. Auch der FPÖ-Stadtrat Stefan Berger kommt in dem Bericht zu Wort. Ihm zufolge müsse auf die Sicherheitssituation rund um den Alois-Drasche-Park "endlich mit aller Entschlossenheit reagiert werden".