Alarm in Wohnhausanlage

"Fremde auf Balkon" – Wienerin zittert vor Jugendlichen

Fremde Jugendliche auf Balkonen und Einbruchsversuche: Die Bewohner einer Anlage in Wien-Simmering machen sich Sorgen um ihre Sicherheit.
29.10.2026, 11:11
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Mieter einer Wohnhausanlage in Wien-Simmering schlagen Alarm! Der Grund für die Angst der Bewohner sind mehrere Kinder und Jugendliche, die schon seit mehreren Wochen für Unruhe sorgen sollen.

Konkret handle es sich um ein Gebäude in der Kaiser-Ebersdorfer-Straße 86/ Ecke Florian-Hedofer-Straße. In vier Häusern der dortigen Anlage soll es bereits zu Einbrüchen und Einbruchsversuchen gekommen sein.

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So gelangen Täter in Häuser

Gegenüber der "Krone" berichten Bewohner, dass die hausfremden Unruhestifter – teilweise seien sie noch unter 14 Jahre alt – relativ leicht Zutritt zu den Häusern erhalten können. Sie sollen beispielsweise bei der im Erdgeschoss befindlichen Zahnarztpraxis läuten. Dadurch würde sich die Eingangstüre automatisch öffnen.

Danach würden sie über gekennzeichnete Notausstiege auf die terrassenförmigen Außenbereiche gelangen. Von dort aus könnten sie leicht zu den Wohnungen, Fenstern, Balkonen und privaten Terrassen kommen.

Bewohnerin fühlt sich nicht mehr sicher

Die betroffenen Anrainer bekommen es deshalb mit der Angst zu tun. Eine Bewohnerin erzählte, dass in der Nacht plötzlich fremde Jugendliche auf ihrem Balkon gestanden hätten. Die Frau fühle sich in dem Haus nicht mehr sicher. Sie fordert wirksame Zugangskontrollen.

Ihr Gefühl teilt auch die Simmeringer FPÖ. Der blaue Ex-Bezirksvorsteher und Gemeinderat Paul Stadler spricht gegenüber der Tageszeitung von einem "Skandal". Der Freiheitliche verlangt geschlossene Fenster und mehr Polizeiüberwachung. Für FPÖ-Bezirksrat Wolfgang Kieslich würde sich die Genossenschaft an der Polizei abputzen. Die Beamten hingegen seien überfordert.

Das sagt die Polizei

Seitens der Wiener Polizei wären im genannten Bereich "weder Einbrüche noch eine erhöhte Beschwerde- bzw. Einsatzlage" festgestellt worden. Es würden keine polizeilichen Erkenntnisse vorliegen, dass sich die Vorfälle in der Wohnanlage häufen würden. Gleichzeitig wurde betont, dass die Sicherung der privaten Wohnhausanlage in den Zuständigkeitsbereich des Eigentümers oder der Hausverwaltung fallen würde.

Dies beinhalte auch Zutrittskontrollen sowie die technische bzw. bauliche Absicherung. Bewohner, die verdächtige oder strafbare Handlungen beobachten sollen sich an die Polizei wenden.

Laut dem Büro des Simmeringer Bezirksvorstehers Thomas Steinhart (SPÖ) würden derzeit keine Beschwerden vorliegen. Die zuständige Genossenschaft Sozialbau AG sagte, dass man bei Anliegen direkt mit den Bewohnern in Kontakt treten würde.

red, Akt. 29.10.2026, 11:15, 29.10.2026, 11:11