Die Aufregung war groß. Dienstagfrüh ist ein 13-jähriger Intensivtäter aus der Klinik Donaustadt verschwunden. Die Polizei leitete sofort eine Fahndung ein. Die Flucht des Burschen endete erst nach einigen Stunden. Sein eigener Vater brachte ihn noch am selben Tag zurück in die Auszeit-WG in Wien-Simmering, berichtet der "Kurier". Nach seiner Rückkehr fand mit dem 13-Jährigen ein pädagogisches Gespräch statt.
Der Bursche ist derzeit gemeinsam mit einem weiteren Jugendlichen in der Auszeit-WG in Simmering untergebracht. Die Einrichtung wurde speziell für Intensivtäter unter 14 Jahren geschaffen.
Zuvor hatte der 13-Jährige noch bei seinen Eltern gewohnt. Er war bereits wegen mehrerer Raubüberfälle polizeilich vorgemerkt. Weil er noch keine 14 Jahre alt ist, kann er dafür strafrechtlich nicht zur Verantwortung gezogen werden.
Begonnen hatte alles am Montag. Der Jugendliche klagte über angebliche Schmerzen und wurde mit der Rettung in die Klinik Donaustadt gebracht. Dort wurde er stationär aufgenommen.
Am Dienstag war der 13-Jährige verschwunden. Die Kinder- und Jugendhilfe erstattete eine Abgängigkeitsanzeige, die Wiener Polizei leitete die Fahndung ein.
Wie der Bursche aus dem Krankenhaus entkommen konnte, ist weiterhin unklar. Die Polizei ermittelt zu den genauen Umständen.