Geruch alarmierte die Nachbarn

Freund erwürgt, Leiche unter Bett versteckt: Lebenslang

Ein Streit um eine Wodkaflasche endete tödlich: Ein Wiener soll seinen Freund getötet und die Leiche wochenlang unter seinem Bett gelagert haben.
23.10.2026, 16:17
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Am Wiener Landesgericht wurde ein 36-Jähriger wegen Mordes an seinem Freund (41) zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Höchststrafe sei "alternativlos", hieß es in der Urteilsbegründung, wie der ORF berichtet. Zusätzlich wurde der Mann in ein forensisch-therapeutisches Zentrum eingewiesen. Das Urteil ist nicht rechtskräftigt.

Streit um Wodkaflasche eskalierte

Die beiden Männer kannten sich seit zehn Jahren und wohnten gemeinsam in Wien-Penzing. Als der 36-Jährige eines Abends die halb volle Wodkaflasche seines Freundes umstieß, eskalierte die Situation. Beide hätten sich Bierflaschen auf die Köpfe geschlagen und seien dann aufs Bett gestürzt. Dort soll der Angeklagte seinen Freund laut Staatsanwältin "in Rage" gewürgt haben, "bis er nicht mehr atmete, bis er starb", berichtet der ORF.

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Vor Gericht sprach der 36-Jährige von einem Unfall. Er sei auf seinen Freund gefallen und habe ihn mit dem Knie am Hals getroffen. Danach habe er versucht, ihn wiederzubeleben. "Ich hab’ leider nie einen Erste Hilfe-Kurs gemacht", erklärte er. Warum er keine Rettung rief? "Weil ich sicher war, dass er tot war."

Leiche wochenlang unter Bett versteckt

Der 36-Jährige wickelte den Toten in Plastikfolie, bedeckte ihn mit einer Plane und schob das Bett darüber. Sein Motiv: "damit ich das Opfer nicht sehen muss. Aus den Augen, aus dem Sinn."

Als sein Vater bei einem Besuch den üblen Geruch bemerkte, alarmierte er die Polizei. Zunächst wurde nichts Verdächtiges entdeckt. Erst als auch Nachbarn den Verwesungsgestank nicht mehr aushielten, fanden Beamte am 3. April die Leiche.

Der Angeklagte schlief zu diesem Zeitpunkt bereits in Notschlafstätten oder öffentlichen Verkehrsmitteln. Als er zur Wohnung zurückkehrte, ließ er sich widerstandslos festnehmen, heißt es im ORF.

Verdacht auf versuchte Zerstückelung

Laut Gerichtsmedizin starb der 41-Jährige durch längeres Würgen. Am Hals und Nacken wurden zudem Schnittverletzungen entdeckt. Laut Anklage konnte nicht ausgeschlossen werden, dass nach dem Tod versucht worden war, die Leiche zu zerstückeln.

red, 23.10.2026, 16:17
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